Renault S.A. ist einer der führenden Automobilhersteller in Europa. Die Wurzeln des heutigen Unternehmens liegen im Jahr 1898, als Louis Renault im Alter von 22 Jahren sein erstes Auto mit einer Kapazität von 1,75 PS baute. „Voiturette“ hieß das Modell, das in einem einfachen Holzschuppen entworfen und produziert wurde. Dabei verwendete Renault ein bis dahin revolutionäres Patent, das für die weitere Entwicklung des Unternehmens von entscheidender Bedeutung werden sollte: der kettenlose Antrieb, der die Motorkraft über ein selbst entworfenes Dreigang-Getriebe und starre Wellen an die Hinterräder übertrug. Mit den Lizenzgebühren, die er damit von anderen Autoherstellern erhielt, finanzierte Renault den Aufstieg der neuen Marke. Bereits 1990 geht Renault an die Börse. Moderne Fertigungsanlagen in Taiwan, der Türkei, Brasilien, Uruguay, Kolumbien und Marokko ergänzen das europäische Portfolio. Der endgültige Aufstieg zum Global Player gelang Renault im Jahr 1999 durch die Allianz mit der japanischen Automarke Nissan. Beide Unternehmen sind durch einen Aktientausch von jeweils 15% miteinander verbunden. Weitere Elemente der erfolgreichen Unternehmenserweiterung waren die 51-Prozent-Beteiligung am rumänischen Hersteller Dacia und die Gründung von Renault Samsung Motors durch die Übernahme der Autosparte der koreanischen Samsung-Gruppe. Darüber hinaus hält Renault Anteile an AB Volvo, Nissan und AVTOVAZ.