Paris (aktiencheck.de AG) - Gerard Moore, Gaël de Bray und Roderick Bridge, Analysten der Société Générale, stufen die Aktie des schweizerischen Unternehmens ABB (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) mit "sell" ein.
Das Unternehmen habe heute mitgeteilt, dass CEO Fred Kindle wegen "unüberbrückbarer Differenzen über die Führung des Unternehmens" ABB verlassen werde. Der derzeitige CFO Michel Demaré sei zum Interims-CEO ernannt worden. ABB habe zudem die vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal bekannt gegeben. Die Auftragseingänge hätten sich auf 8,9 Mrd. USD belaufen und die Konsensschätzung damit um 6% übertroffen. Der Nettogewinn habe Unternehmensangaben zufolge bei 1,8 Mrd. USD gelegen. Darüber hinaus sei ein Aktienrückkaufprogramm über 2 Mrd. USD angekündigt worden.
Nach Einschätzung der Société Générale sei der Rücktritt von Kindle besorgniserregend. Man halte es für möglich, dass die Entscheidung aus unterschiedlichen Meinungen zu potenziellen Übernahmekandidaten resultiert habe. Kindle habe sich bei seinen bisherigen Positionen den Ruf erworben, bei Übernahmeentscheidungen sehr umsichtig vorzugehen. Bei der Société Générale rechne man damit, dass ABB im Jahr 2008 ein EPS von 1,63 CHF erzielen werde (KGV: 16,8), für 2009 laute die EPS-Schätzung auf 1,67 CHF (KGV: 16,4). Das Kursziel der Aktie sehe man bei 23,00 CHF.
Daher vergeben die Analysten der Société Générale das Rating "sell" für das Wertpapier von ABB. (Analyse vom 13.02.08) (13.02.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 13.02.2008