Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Hanseatischen Börsendienst" haben die AMD-Aktie (ISIN US0079031078/ WKN 863186) neu in ihr Musterdepot aufgenommen.
AMD sei an der Börse derzeit nur noch mit rund 3 Mrd. USD bewertet. Im ersten Quartal 2009 sei noch keine Trendwende zu erkennen gewesen. So sei abermals ein Quartalsverlust ausgewiesen worden. Analysten würden für 2009 einen Verlust von 1,96 USD je Aktie und für 2010 von 1,05 USD je Aktie prognostizieren. Vor diesem Hintergrund erscheine die Empfehlung von AMD auf den ersten Blick etwas verwegen zu sein.
Doch der Markt antizipiere eine branchenweite Trendwende. Darauf würden zumindest die jüngsten Kurssteigerungen von Chip-Aktien hindeuten. Auch das AMD-Papier habe deutlich zulegen und sich damit an den langfristigen Abwärtstrend herantasten können. Die Aussichten, dass dieser überwunden werde, seien nicht schlecht. So verfüge der Konzern beispielsweise mit dem Phenom II-Prozessor über einen neuen leistungsfähigen Prozessor. Zudem könnte die von der Europäischen Kommission verhängte Geldstrafe gegenüber dem Konkurrenten Intel und die damit einhergehende Aufforderung, die Geschäftspraktiken sofort zu ändern, die künftigen Geschäfte von AMD etwas einfacher gestalten. Des Weiteren habe die Geschäftsführung zuletzt Hoffnungen auf einen Turnaround gemacht. Sollte AMD Anfang 2010 wieder einen Gewinn ausweisen, sollte dies den Aktienkurs weiter vorantreiben.
Die Experten vom "Hanseatischen Börsendienst" gehen mit der Aufnahme der AMD-Aktie in das Musterdepot diese Wette ein. Sie würden jedoch darauf hinweisen, dass es sich hier um ein relativ spekulatives Investment handelt, das sehr stark vom allgemeinen Marktsentiment abhängt. (Ausgabe 11 vom 27.05.2009) (29.05.2009/ac/a/a)
Analyse-Datum: 29.05.2009