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AXA habe gegen Ende der letzten Woche einen Einblick in den Geschäftsverlauf der letzten sechs Monate gewährt und die Erwartungen des Marktes übertroffen. Im Konsens habe dieser die Erträge auf 2,6 Mrd. EUR prognostiziert. AXA habe eine Steigerung von 29% auf 2,7 Mrd. EUR ausgewiesen. Auch ohne den Effekt der Winterthur-Übernahme habe dieser um 19% zugenommen.
Die wesentlichen Beiträge habe die Assekuranz im Segment Leben & Vorsorge (+19%) und in der Vermögensverwaltung (+27%) erzielt. Unter dem Strich sei mit 3,2 Mrd. EUR (Konsens 3,05 Mrd. EUR) ein Zuwachs von 16% erreicht worden. Die Analysten würden das Ergebnis als sehr gut bewerten und seien von der Performance in den Segmenten überrascht. Auch wenn die Marge im Neugeschäft mit 21,9% 50 Basispunkte unter dem Vorjahr gelegen habe, habe die über fast alle Regionen hinweg zweistellige Wachstumsrate der verdienten Bruttoprämien überrascht. Grund für den leichten Rückgang der Marge sei der rückläufige Beitrag Japans (-16%) gewesen.
Henri de Castries, CEO, habe im Ausblick auf die kommenden sechs Monate das anhaltend hohe Gewinnmoment in den Geschäftsbereichen bestätigt. Auch sollte sich der Titel von dem Subprime-Druck lösen und auf seinen langfristigen Wachstumspfad zurückfinden.
Das Ergebnis würden die Analysten mit "gut" bewerten. AXA habe erneut von seiner profitablen Plattform und Produktexpertise profitiert. Dies habe sich in soliden Wachstumsraten der einzelnen Segmente niedergeschlagen. Auch scheine es, dass der Konzern ein optimiertes Kosten- und Schadenmanagement habe. Bei der gleichzeitigen Zurückführung der administrativen Kosten habe sich die kombinierte Quote alleinig aufgrund höherer Belastungen durch starke Unwetterschäden verschlechtert. Für das volle Jahr werde mit einer weiteren Verbesserung gerechnet.
Der AXA-Konzern sei im internationalen Vergleich der Erstversicherer einer der favorisierten Kandidaten der Analysten für profitables Wachstum. Im Bewertungsvergleich rangiere dieses Wachstumsmodell weiterhin auf den günstigen Plätzen. Auch wenn die Aktie im Zuge der Immobilienkrise unter Druck geraten sei, würden die Analysten diese unverändert günstig bewertet sehen. Hierbei offenbare sich diese Unterbewertung entlang verschiedenen Dimensionen.
So notiere der Kurs im Verhältnis zum Buchwert mit 1,29 deutlich unter dem Gruppenwert. Auch für einen Euro-Umsatz zahle der Anleger weniger als bei der Konkurrenz - 0,68 zu 0,72. Dem Kurs sollten des Weiteren eine attraktive Dividendenrendite von 4% und das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm Halt geben.
Die Analysten der National-Bank AG bestätigen ihr "kaufen"-Votum für die Aktie von AXA, reduzieren jedoch gleichzeitig ihr Kursziel auf 36 EUR. Die Kaufzone erneuere sich analog bei 33 EUR. (Analyse vom 14.08.2007) (14.08.2007/ac/a/a)
Analyse-Datum: 14.08.2007
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