Berlin (aktiencheck.de AG) - Sören Wiedau, Analyst der Weberbank, empfiehlt die Aktie von AXA (ISIN FR0000120628/ WKN 855705) nach wie vor zum Kauf.
Der französische AXA-Konzern sei 1984 aus einem Zusammenschluss mehrerer Gegenseitigkeitsvereine entstanden und sei heute mit weltweit rund 50 Mio. Kunden neben der Allianz der größte Versicherungskonzern Europas. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 775 Mrd. Euro gehöre man zu den sechs größten Vermögensverwaltern der Welt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liege mit etwa 60% des Beitragsaufkommens in Europa, aber auch in Nordamerika und im asiatischen Raum verfüge AXA über eine starke Marktposition.
AXA habe im ersten Quartal 2007 die Gewinnerwartungen der Analysten übertreffen können. Dank der positiven Entwicklung im Bereich des Lebensversicherungs- und Spargeschäftes sowie der Integration von Winterthur seien die Erträge um 34% auf 29,37 Mrd. EUR gestiegen. Das von AXA viel beachtete Annual Premium Equivalent (APE) sei im Vergleich zur Vorjahresperiode von 1,57 Mrd. Euro auf 2,1 Mrd. Euro gestiegen und habe damit über den Markterwartungen von 1,95 Mrd. Euro gelegen.
Im Lebensversicherungssegment sei ein Wachstum von 13% auf vergleichbarer Basis erzielt worden. Die Neugeschäftsmarge im Lebensversicherungs- und Spargeschäft sei mit 22,3% gegenüber dem Vorjahr fast unverändert geblieben. In der Sachversicherung habe das Prämienvolumen mithilfe der Integration von Winterthur um 42% verbessert werden können. Erfreulich habe sich auch der Bereich Vermögensverwaltung präsentiert. Hier seien die Provisionen überdurchschnittlich um 15% gestiegen.
AXA bilde im Versicherungsgeschäft eine Allianz mit der italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) und baue damit seine Marktposition in Italien aus. Für insgesamt 1,15 Mrd. Euro übernehme AXA die Mehrheit an der Lebensversicherung MPS Vita, dem Schaden- und Unfallversicherer MPS Danni sowie dem MPS-Fondsgeschäft. AXA verspreche sich insbesondere vom Verkauf von Lebensversicherungen ein lukratives Geschäft.
Die Zahlen zum ersten Quartal 2007 würden belegen, dass AXA mit seinen Stärken in der Lebensversicherung und im Asset Management im Markt gut aufgestellt sei. Mit dem Kauf der Winterthur Versicherung sowie der Beteiligung an der italienischen MPS stärke das Unternehmen sein Europageschäft.
Nach Ansicht der Analysten der Weberbank sprechen die hohe Präsenz in den Wachstumsmärkten, das erfahrene Management sowie die gute Positionierung in den Bereichen Lebensversicherung und Asset Management weiterhin für den Kauf der AXA-Aktie. Das Stop-loss-limit würden die Analysten bei 29,00 Euro belassen. (Analyse vom 27.06.2007) (27.06.2007/ac/a/a)
Analyse-Datum: 27.06.2007