München (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "EURO am Sonntag" soll man bei der Aktie von Air Berlin (ISIN GB00B128C026/ WKN AB1000) vorest abwarten.
Vergangene Woche habe die Aktie fast 10% zugelegt, was aufgrund der Nachrichten aus dem Unternehmen überraschend sei: Die Gesellschaft habe Probleme bei der Eingliederung der LTU eingeräumt. Technische Schwierigkeiten bei der Zusammenführung der Systeme würden zu Gewinneinbußen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich führen, die aber durch Einmalerträge aufgefangen würden. Außerdem seien die Flugkapazitäten im November und Dezember nicht wie geplant reduziert worden. Daher seien Auslastung und Durchschnittserlöse nicht so stark verbessert worden wie geplant.
Jetzt seien die Probleme überwunden. Börsianer würden offenbar nach der Beichte auf Besserung hoffen. Verbesserungswürdige Profitabilität und Integrationsrisiko würden aber einen Abschlag im Vergleich zu reinen Billig-Airlines wie Ryanair verlangen.
Nach Ansicht der Experten von "EURO am Sonntag" ist die Aktie von Air Berlin optisch günstig bewertet, fundamental ist sie aufgrund der Integrationsrisiken bei LTU aber kein Kauf. Das Kursziel sehe man bei 13,00 EUR und zur Absicherung sollte ein Stopp-Kurs bei 9,50 EUR gesetzt werden. (Ausgabe 49)(10.12.2007/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 10.12.2007