Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" raten die Aktie der Allianz (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) unverändert zu kaufen.
Der Titel arbeite konstruktiv am charttechnischen Ausbruch. Das Stopp-Buy-Limit der Experten sei mittlerweile zum Tragen gekommen.
Im Hinblick auf die Finanzregulierung sei das Gezerre rund um Basel III symptomatisch, wo die USA einfach mal aus dem Zeitplan ausscheren würden. Indikativ sei jedoch auch Solvency II, das Regulierungspendant für die Versicherungswirtschaft. Durch effektive Lobby-Arbeit treibe die Versicherungs-Szene die Regulierung geschickt vor sich her. Statt des nächsten Jahres sei 2015 als Starttermin anvisiert worden. Inzwischen werde von 2016 und zum Teil sogar schon von 2020 gesprochen. Und wenn etwas so auf die lange Bank geschoben werde, würden die Chancen steigen, dass man am Ende schlicht das Interesse verliere bzw. Markt-Aktualitäten das Projekt einfach rechts überholen würden. Das Stichwort Solvency II enthalte drei Kernaspekte: gewisse Kapitalanforderungen, die Risikobewertung von Unternehmen und eine umfassende Aufsicht.
Auf der Suche nach Geschäft und Rendite könnten Versicherer auch das Bankgeschäft im Visier haben: Inzwischen reiche der Versicherungssektor auch Kredite aus und finanziere einzelne Projekte. Abgesehen von diesen Aspekten sei der Allianz-Titel nach wie vor schlichtweg zu günstig: Der Börsenwert betrage gerade mal grob 45 Mrd. EUR für ein bilanzielles Eigenkapital von zuletzt etwa 54,4 Mrd. EUR. Die Gewinnbewertung per 2013 liege bei nur etwa 8,3. Die Dividendenrendite belaufe sich auf etwa 4,7%.
Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" empfehlen die Allianz-Aktie weiter zu kaufen. Das Kursziel sehe man bei 130 EUR. (Ausgabe 48 vom 01.12.2012) (03.12.2012/ac/a/d)
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