Essen (aktiencheck.de AG) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, stuft die Aktie der Allianz (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) weiterhin mit "kaufen" ein.
Wie gestern überraschend bekannt geworden sei, werde der staatliche Rettungsfonds SoFFin der Commerzbank eine weitere Liquiditätsspritze in Höhe von 10 Mrd. Euro gewähren, die sich aus neuen voll stimmberechtigten Aktien im Wert von 1,8 Mrd. Euro und einer stillen Beteiligung im Gegenwert von 8,2 Mrd. Euro zusammensetze. Bereits im Dezember 2008 sei eine Hilfszahlung im Wert von ebenfalls 8,2 Mrd. Euro gewährt worden. Der Staat werde anschließend über eine Beteiligung in Höhe von 25% plus einer Aktie verfügen, praktisch jedoch die Kontrolle über die Bank besitzen.
Für die Allianz bedeute dies zweierlei: Zum einen dürfte die zuletzt stark gestiegene Gefahr für ein Scheitern des endgültigen Verkaufs der Dresdner Bank an die Commerzbank nunmehr gebannt sein. Die Kehrseite der Medaille bestehe in der Übernahme einer stillen Beteiligung im Wert von 750 Mio. Euro und CDOs im Nominalwert von 2 Mrd. Euro sowie einer weiteren Verwässerung des späteren Anteils an der Commerzbank auf nur noch 14%. Die Analysten würden dies als negativen Einmaleffekt für die Allianz ansehen, der das Exposure des Versicherers im Bankgeschäft und damit letztlich auch die eigene Risikoposition weiter verringere.
Die Analysten der National-Bank AG bewerten die Aktie der Allianz weiterhin mit dem Rating "kaufen". Das Kursziel sehe man bei 85,00 EUR. (Analyse vom 09.01.2009) (09.01.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 09.01.2009