Wien (aktiencheck.de AG) - Jörn Lange und Aaron Alber, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Allianz-Aktie (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) weiterhin mit "kaufen" ein.
Die Umsätze seien im 1. Quartal mit EUR 29,9 Mrd. um 2,2% und das operative Ergebnis um 4,2% auf EUR 1,66 Mrd. rückläufig gewesen.
Die Naturkatastrophen im Sachversicherungsgeschäft und der sich intensivierende Wettbewerb in mehreren Lebensversicherungsmärkten hätten belastet.
Das Asset Management habe sich jedoch weiterhin sehr positiv gezeigt: Die Erträge und das operative Ergebnis seien um 14,1 bzw. 13,3% gestiegen. Die Nettomittelzuflüsse (EUR 13,6 Mrd.) würden anhalten. Die verwalteten Vermögen würden bei EUR 1,49 Bill. liegen. Davon würden EUR 1,14 Bill. auf Vermögen Dritter und rund EUR 350 Mrd. auf die Versicherungssparte entfallen. Die Solvenz sei sehr solide (Kapitalausstattung übersteige das notwendige Minimum per Ende März um 80%).
Nachdem das Management in den vergangenen Jahren mit dem Löschen diverser Brände insbesondere im Bankgeschäft beschäftigt gewesen sei, könne es sich nach Verkauf der Dresdner Bank den Herausforderungen im Kerngeschäft Versicherung widmen. Hier würden derzeit noch das niedrige Zinsumfeld, die Krise der Euro-Peripheriestaaten und die weiterhin noch unsicheren künftigen Kapitalanforderungen für die Versicherungsbranche (Solvency II) belasten.
Die Allianz sei als einer der weltweit größten Versicherer jedoch breit diversifiziert und inzwischen auch wieder gut kapitalisiert, um von diesem schwierigen Umfeld mittelfristig zu profitieren. So liege die Kapitalausstattung derzeit mit 180% deutlich über der Zielbandbreite von 150 bis 170%. Anstatt jedoch dieses Überschusskapital an die Aktionäre auszuschütten, würden derzeit die Reserven und die "Kriegskasse" aufgestockt, um einerseits gegen weitere Schocks gewappnet zu sein und andererseits die Schwäche von Wettbewerbern ausnutzen zu können.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bestätigen daher ihre "kaufen"-Einschätzung für die Allianz-Aktie. (Analyse vom 30.06.2011) (01.07.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.