London (www.aktiencheck.de) - Michael Huttner und Akhil Mittal, Analysten von J.P. Morgan Cazenove, stufen die Aktie der Allianz (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) unverändert mit "neutral" ein.
Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge wolle die EU die geplanten Kapitalregeln nach Solvency II für Versicherer abmildern. Den Anbietern solle bei bestehenden Lebensversicherungs-Verträgen eine Schonfrist eingeräumt werden. Demnach sollten alle bestehenden Verträge für sieben Jahre von dem neuen Regelwerk ausgenommen werden. Grund dafür sei die Sorge, dass viele kleine Lebensversicherer in Deutschland bei der Implementierung von Solvency II Probleme bekommen könnten. Ein Stresstest der deutschen Versicherer habe gezeigt, dass 40% der Lebensversicherer in Schwierigkeiten geraten würden. 10% würden möglicherweise sofort insolvent. Das Problem seien die niedrigen risikolosen Zinssätze.
Die Allianz würde derweil zu den Hauptnutznießern einer abgemilderten Einführung von Solvency II gehören. Ein um 100 Basispunkte niedriger risikoloser Zinssatz reduziere die interne Solvabilität um 31 Basispunkte. Eine Schonfrist von sieben Jahren könnte für die Solvabilität einen Anstieg um 15 Basispunkte bedeuten.
Die Allianz-Aktie sei auf Basis der Kurs/Buchwert-Multiple für 2012 von 1,0 attraktiv bewertet.
Die Analysten von J.P. Morgan Cazenove bestätigen ihr Votum "neutral" für die Allianz-Aktie. (Analyse vom 21.06.12) (21.06.2012/ac/a/d)
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