München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "EURO am Sonntag" empfehlen die Aktie von Arcandor (ISIN DE0006275001/ WKN 627500) zu meiden.
Seitdem Thomas Middelhoff das Unternehmen verlassen habe, kristallisiere sich zusehends der wirkliche Zustand des Konzerns heraus. Offenbar lote der neue Vorstandschef, Karl-Gerhard Eick, hinter den Kulissen Möglichkeiten für Staatshilfen aus, um Arcandor über die drohenden finanziellen Klippen zu manövrieren.
Mitte Juni müsse der Konzern über 650 Mio. EUR refinanzieren. "Ohne die Unterstützung der Finanzwelt wird dieses Unternehmen nicht bestehen können", habe Eick vor kurzem wahrheitsgemäß geäußert. Die neue Ehrlichkeit habe dazu geführt, dass die Aktie zweistellig abgestürzt sei. Dabei gehe Eick das Übel bloß offen an und kaschiere nicht. Fraglich sei allerdings, ob die Banken oder die Regierung am Ende mitspielen würden.
Die Wahrheit sei bitter und die Anleger hätten sich angesichts der zutage tretenden Notlage des Konzerns geschockt gezeigt.
Die Experten von "EURO am Sonntag" raten die Arcandor-Aktie zu meiden. (Ausgabe 15) (14.04.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 14.04.2009