Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "Wirtschaftswoche" sehen in der Aktie von AstraZeneca (ISIN GB0009895292/ WKN 886455) ein chancenreiches Investment.
In den letzten eineinhalb Jahren habe sich der Börsenwert des Unternehmens auf 28 Mrd. GBP halbiert, das seien umgerechnet 36,6 Mrd. EUR. Gründe hierfür seien zum einen mehrere laufende Prozesse, bei denen AstraZeneca wichtige Patente gegen Generikahersteller verteidigen müsse. Das Unternehmen habe in Alabama einen Rechsstreit verloren, da es mit der staatlichen Krankenversicherung zu hohe Medikamentenpreise abgerechnet habe. Außerdem seien in Studien zum neuen Antikrebsmittel Recentin unerwünschte Nebenwirkungen aufgetreten.
Aber das Management steuere dagegen. Im letzten Jahr habe sich die Zahl der Präparate in der wichtigen klinischen Phase III verdoppelt. AstraZeneca verstärke sich durch die Übernahme von Medimmune auf dem Wachstumsmarkt Biotechnologie. Das biotechnisch produzierte Atemwegsmedikament Synagis erwirtschafte schon Jahresumsätze von mehr als 1 Mrd. USD.
AstraZeneca plane ein Zehntel der Belegschaft (7.600 Stellen) abzubauen, um so die Kosten zu reduzieren. Teile der Forschung würden ausgelagert.
Sekptiker würden dieses Jahr mit einem Gewinn pro Aktie von 190 Pence rechnen, was einem Rückgang von 7% entspräche. Auch wenn AstraZeneca so schwach abschneide, hätte die Aktie nur eine zehnfache Gewinnbewertung. Außerdem könnte das Unternehmen eine Dividende finanzieren, die in den letzten zwei Jahren bei etwa 90 Pence pro Aktie gelegen habe. Bei Kursen um 1.800 Pence wäre das eine Rendite von 5%.
Die Experten der "Wirtschaftswoche" halten die AstraZeneca-Aktie für ein chancenreiches Investment. Es werde empfohlen den Stoppkurs bei 1.590 Pence zu platzieren. (Ausgabe 11) (10.03.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 10.03.2008