10.01.2008 11:14
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BASF kaufen (Aktienservice Research)

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Aktienservice Research" raten die BASF-Aktie (ISIN DE0005151005/ WKN 515100) zu kaufen.

Es habe geraume Zeit gedauert, bis die BASF-Aktie die runde Marke von 100 Euro überwunden habe. Ende Dezember 2007 sei es dann endlich soweit gewesen: Die Seitwärtsbewegung der vorangegangenen Monate sei nach oben verlassen worden. Und auch im neuen Jahr habe sich die Aufwärtsbewegung fortgesetzt und es habe neue Rekorde gegeben. Angesichts der guten fundamentalen Verfassung dürfte die Jagd nach neuen Spitzenwerten weitergehen. Mittelfristig würden Kurse von 120 Euro nicht unrealistisch erscheinen.

BASF habe nicht nur Tradition und sei in einer Stadt wie Ludwigshafen am Rhein der größte Arbeitgeber, sondern sei mit seinen mehr als 95.000 Mitarbeitern in über 170 Ländern auch weltweit Spitze. Gemessen am Umsatz sei der Konzern zudem die Nummer eins der Branche. 2006 habe er Erlöse von 52,61 Mrd. Euro erwirtschaftet und dabei 3,22 Mrd. Euro verdient. Die Gesellschaft sei dabei vor allem im Ausland aktiv. Hier würden inzwischen mehr als 55% der Einnahmen erzielt. Und das Unternehmen sei stets bemüht, die internationalen Aktivitäten weiter voranzutreiben. Auch die Änderung der Rechtsform von einer Aktiengesellschaft in eine "Europäische Gesellschaft" (Societas Europaea, kurz SE) dürfte diesem Anliegen Rechnung tragen. Die Umbenennung in BASF SE sei für das erste Quartal 2008 geplant.

Auch an der Konzernstruktur sei in den vergangenen Quartalen gefeilt worden. Seit Januar gliedere sich das Unternehmen in die sechs neu strukturierten Bereiche Chemicals, Plastics, Functional Solutions, Performance Products, Agricultural Solutions sowie Oil & Gas. BASF produziere Chemikalien, Kunststoffe, Pflanzenschutzmittel sowie Rohstoffe für Tiernahrung, die Landwirtschaft, Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Außerdem erschließe und fördere das Unternehmen Öl und Gas.

Mit der neuen Struktur wolle sich der Konzern nach Angaben von Firmenlenker Dr. Jürgen Hambrecht noch stärker auf den Kunden ausrichten. Er habe jüngst erläutert, dass man mit der neuen Anordnung Produkte und Systemlösungen noch schneller auf den Markt bringen könne und weitere Potenziale für das Wert steigerndes Wachstum erschließe. Außerdem sei es für Investoren nun einfacher, BASF einzuschätzen, da die Segmente gleichartige Geschäfte vereinen würden, habe er betont.

Im Geschäftsbereich Oil & Gas habe der Konzern im Dezember verkünden lassen, mit der russischen Gazprom die Erdgaslagerstätte Juschno Russkoje offiziell in Betrieb genommen zu haben. Damit fördere erstmals ein deutsches Unternehmen Erdgas direkt in Westsibirien. Das Feld Juschno Russkoje verfüge über förderbare Reserven von mehr als 600 Milliarden Kubikmeter Erdgas und sei damit etwa dreimal so groß wie Achimgaz, ein anderes bereits bestehendes Gemeinschaftsprojekt von Gazprom und der BASF-Tochter Wintershall zur Förderung von Kohlenwasserstoffen in Sibirien.

BASF sei also gut positioniert, zugleich aber stets bemüht, seine internationalen Aktivitäten überall in der Welt zu erweitern, auch in Asien. BASF habe sich das Ziel gesetzt, bis 2010 einen Anteil von 20% seines weltweiten Umsatzes und Ergebnisses aus dem Chemiegeschäft in der Region Asien/Pazifik zu erzielen. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten 70% des Konzernumsatzes in dieser Region aus lokaler Produktion stammen.

Aber nicht nur die Expansion mache Fortschritte. Auch die Ergebnisse würden nichts zu wünschen übrig lassen. BASF habe im dritten Quartal 2007 Umsatz und Ergebnis verbessern können und steuere damit auf ein weiteres Rekordjahr zu. Der Umsatz habe sich um 5% auf 13,96 Mrd. Euro erhöht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sondereinflüssen habe sich um 6% auf 1,71 Mrd. Euro verbessert. Nach Steuern habe die Gesellschaft 1,21 Mrd. Euro, nach 0,61 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum verdient.

Und auch die Neunmonatszahlen würden bestens aussehen. Von Januar bis September seien die Erlöse um 13,4% auf 43,25 Mrd. Euro geklettert. Das EBIT vor Sondereinflüssen sei um 8,6% auf 5,85 Mrd. Euro gestiegen. Beim Überschuss habe es ein Plus von 2,48 auf 3,2 Mrd. Euro gegeben. Für das Gesamtjahr 2007 rechne der Konzern mit Umsätzen von knapp 58 Mrd. Euro sowie mit einem EBIT vor Sondereinflüssen, das den Rekordwert des Vorjahres übertreffen solle.

Und auch die Aussichten für 2008 und darüber hinaus seien gut, wenngleich die Abkühlung der Konjunktur in den USA auch bei BASF Spuren hinterlassen dürfte. Angesichts der weltweit breiten Streuung der Aktivitäten, darunter auch in den Wachstumsregionen in Osteuropa und Asien, verringere sich dieses Risiko aber etwas. Entsprechend seien langfristige Käufe durchaus erwägenswert. Ins Bild passe derzeit zudem die Charttechnik, nachdem kurz vor Weihnachten die Seitwärtsbewegung der vorangegangenen Monate sowie die Hürde von 100 Euro geknackt worden seien. Am Dienstag habe das Papier im Handelsverlauf bei 105,50 Euro den bisherigen Höchststand markiert. Zur Absicherung sollte ein Stopp-Loss im Bereich von 95 Euro gewählt werden.

Anleger, die sich der Risiken bewusst seien, könnten versuchen, mögliche Kurssteigerungen mit Derivaten zu hebeln. Auf den Basiswert BASF gebe es dazu auch eine große Auswahl an Hebelzertifikaten. Interessant sei beispielsweise der Open End Turbo Long der BNP Paribas. Ausgestattet mit einer theoretisch unbegrenzten Laufzeit, liege die Knockoutschwelle aktuell bei 93,61 Euro und der Hebel bei 6,85.

Anleger sollten sich generell über die erhöhten Risiken beim Handel mit Optionsscheinen bzw. Knockout-Produkten bewusst sein und eine adäquate Limittechnik verfolgen. Man sollte verstehen, dass der Handel mit Derivaten unter anderem durch die höhere Reagibilität wesentlich risikoreicher sei als der physische Aktienhandel und vornehmlich der gezielten Nutzung von zeitlich fest definierten Marktchancen diene. Aufgrund der Hebelwirkung sei im Vergleich zum physischen Erwerb der Aktie ferner lediglich ein wesentlich geringerer Kapitaleinsatz erforderlich.

Die Experten von "Aktienservice Research" bewerten die Aktie von BASF mit dem Rating "kaufen". (Aktien Ausgabe 447 vom 09.01.2008) (10.01.2008/ac/a/d) Analyse-Datum: 10.01.2008

13.05.2008BASF holdCitigroup Corp.neutal
09.05.2008BASF buyCommerzbank Corp. & Marketsplus
05.05.2008BASF bleibt ein BasisinvestmentDer Aktionärsbriefplus
28.04.2008BASF neutralUBS AGneutal
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