Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Heiko Feber, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die BASF-Aktie (ISIN DE0005151005/ WKN 515100) unverändert mit "kaufen" ein.
Der Umsatz von BASF habe sich im ersten Quartal 2009 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 23,3% auf 12,2 Mrd. Euro reduziert, sodass die Analysten-Schätzung um 7,3% verfehlt worden sei. Das EBIT vor Sondereinflüssen sei mit 58,2% zwar deutlich überproportional zum Umsatz gefallen, habe aber dank einer erfolgreichen Kontrolle der Herstellungskosten die Analysten-Schätzung und die Markterwartungen deutlich übertroffen.
Abgesehen von der überraschenden Widerstandsfähigkeit des Gewinns, die darauf hindeute, dass BASF in den letzten Jahren tatsächlich weniger zyklisch geworden sei, habe die Analysten vom Bankhaus Lampe im ersten Quartal auch die Entwicklung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit überzeugt. Diesen habe BASF dank eines kräftigen Abbaus des Nettoumlaufvermögens gegenüber dem Vorjahreswert um 995 Mio. Euro auf 2,084 Mrd. Euro annähernd verdoppeln können.
Derzeit sehe BASF keine Trendwende hin zu einer verbesserten Nachfrage nach chemischen Produkten. Temporäre Verbesserungen in einzelnen Regionen und Branchen würden nicht als nachhaltige Zeichen für einen Aufschwung gewertet. Die Kostensenkungsmaßnahmen würden daher forciert. Zudem habe BASF das Synergieziel aus der Ciba-Übernahme angehoben. Die Aussage, dass das Ziel von BASF, die Kapitalkosten zu verdienen, immer schwieriger zu erreichen sein werde, werte man als Signal für eine mögliche Kürzung der Dividende. Auf Basis eines DCF-Modells würden die Analysten für BASF zu einem Fair Value von 37,20 Euro je Aktie gelangen.
Angesichts eines Kurspotenzials von 23,8% bestätigen die Analysten vom Bankhaus Lampe ihr "kaufen"-Rating für die BASF-Aktie. Das Kursziel werde bei 37,20 Euro gesehen. (Analyse vom 22.05.2009) (22.05.2009/ac/a/d)
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Analyse-Datum: 22.05.2009