Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Heiko Feber, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die BASF-Aktie (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.
BASF habe im 1. Quartal 2012 sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis bessere Zahlen vorgelegt als von den Analysten erwartet. Der Umsatz habe 12,3% über ihrer Schätzung gelegen und das EBIT vor Sondereinflüssen ihre Prognose um 14,1% überstiegen. Einschließlich des Gewinns aus dem Verkauf der Düngemittel-Aktivitäten habe BASF einen Quartalsüberschuss von 1,724 Mrd. EUR erzielt, der ihrer Erwartung (1,717 Mrd. EUR) entsprochen habe. In allen vier Verbundsegmenten habe der Umsatz über den Analystenerwartungen gelegen.
Insbesondere Chemicals habe mit einer Umsatzsteigerung um 6,3% (BHLe: -10%) überrascht, was im Wesentlichen auf die Devestition der Styrolkunststoffaktivitäten zurückzuführen gewesen sei, denn Umsätze mit dem Styrolution-Joint-Venture dürften nun als externer Umsatz gebucht werden. Das EBIT vor Sondereinflüssen der Verbundsegmente habe als Folge von Margendruck aufgrund gestiegener Rohstoffpreise 80 Basispunkte unter den Analystenerwartungen gelegen. Im Conference Call habe BASF über einen Anstieg der Rohstoffpreise um 10% berichtet, während die eigenen Verkaufspreise im Durchschnitt über alle Segmente um lediglich 5% hätten erhöht werden können.
Die deutlichsten Steigerungen beim Umsatz und Ergebnis hätten die beiden Segmente Oil & Gas sowie Agricultural Solutions verbuchen können. Oil & Gas habe von der Wiederaufnahme der Ölförderung in Libyen stärker profitiert als von den Analysten erwartet. BASF habe dank eines starken März die Förderung auf 70.000 Barrel pro Tag steigern können. Hier liege jetzt auch die Erwartung für das Gesamtjahr, nachdem bislang lediglich von 60.000 Barrel pro Tag ausgegangen worden sei. Agricultural Solutions habe von einem witterungsbedingt frühen Saisonbeginn in Nordamerika sowie einem positiven Start in Europa profitiert. Sowohl höhere Volumina als auch Preiserhöhungen und Währungseffekte hätten zur Umsatz- und Ergebnissteigerung beigetragen.
BASF habe den Ausblick für das Geschäftsjahr 2012 bekräftigt. Wie bisher würden eine Steigerung von Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen in Aussicht gestellt. Angesichts des erfolgreichen Jahresauftakts hätten die Analysten ihre Schätzungen angehoben. Obgleich es BASF im 1. Quartal noch nicht gelungen sei, die gestiegenen Rohstoffpreise komplett an die Kunden weiterzugeben, seien sie zuversichtlich, dass dies angesichts der guten Marktstellung der BASF im weiteren Verlauf des Jahres gelingen werde. Mit Hilfe ihres DCF-Modells (WACC:; 7,9%, TV-EBIT-Marge: 10,6%) würden sie ein neues Kursziel von 85 EUR (alt: 80 EUR) ermitteln.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bekräftigen somit ihre Kaufempfehlung und sehen die BASF-Aktie weiterhin als einen Top-Pick im Chemiesektor an. (Analyse vom 30.04.2012) (30.04.2012/ac/a/d)
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