Helaba Trust bewertet am 17. Februar die Aktie des britischen Rohstoffkonzerns BHP Billiton plc erneut mit "Verkaufen".
Das britische Unternehmen habe bei der Vorlage der Halbjahreszahlen
2004/05 die Markterwartungen übertreffen können. Dank Rekordverkäufen
bei Eisenerzen, Aluminium und Kupfer und gestiegener Rohstoffnotierungen
sei der Umsatz (ohne Joint Ventures und assoziierte Unternehmen) auf 14,2 Mrd. Dollar geklettert (Vorjahr: 10,0 Mrd. Dollar). Der Gewinn vor Steuern und Zinsen habe sich annährend auf 3,9 Mrd. Dollar verdoppelt (Vorjahr: 2,1 Mrd. Dollar). Dafür seien vor allem die erhöhten Absatzpreise verantwortlich gewesen, deren Anteil am Ergebniszuwachs rund 3 Mrd. Dollar betragen habe, wohingegen das gestiegene Volumen lediglich 180 Mio. Dollar beigesteuert habe. Diesen beiden positiven Einflüssen hätten unter anderem negative Währungseffekte (-340 Mio. Dollar) und deutlich gestiegene Kosten (-600 Mio. Dollar) gegenüber gestanden.
Nach Steuern sei ein bereinigter Gewinn von 2,76 Mrd. Dollar (Vorjahr: 1,2 Mrd. Dollar) beziehungsweise 44,5 Cent je Aktie (Vorjahr: 20,0 Cent) verblieben. Der Cash-Flow habe ebenfalls einen deutlichen Sprung von 1,6 auf 3,5 Mrd. Dollar verzeichnet. Als Zwischendividende würden 13,5 Cent je Aktie gezahlt (Vorjahr: 8,00 Cent). Der Ausblick des Unternehmens sei positiv ausgefallen. Gleichzeitig sei in Zukunft mit einer großzügigeren Ausschüttungspolitik zu rechnen. Angesichts des überraschend hoch ausgefallenen Gewinnsprungs werden die Analysten ihre Ergebnisschätzungen und damit auch die Einstufung der Aktie überprüfen.