Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Independent Research, Stefan Röhle, stuft die BHP Billiton-Aktie (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) von "verkaufen" auf "reduzieren" herauf.
Der Rohstoffkonzern habe Produktionsdaten für das 3. Quartal 2008/09 veröffentlicht, die keine Überraschungen geboten hätten. Demnach sei die Eisenerzproduktion um 1% auf 28,19 (28,42) Mio. Tonnen gefallen. Aufgrund der schwierigen Nachfragesituation habe es Anfragen zur Verschiebung langfristiger Lieferverträge im Bereich Eisenerz gegeben; die nicht abgerufenen Mengen seien jedoch auf dem Spotmarkt verkauft worden.
Die Produktion metallurgischer Kohle sei um 11% auf 7,60 (6,85) Mio. Tonnen geklettert. Erneut solide habe sich der Bereich Erdöl/-gasförderung gezeigt. Er sei zwar wegen ungünstiger Wetterbedingungen auf Quartalsbasis um 3% gefallen, aber durch das Anlaufen neuer Produktionen im Neunmonatszeitraum um 7% gestiegen.
Der Konzern sehe für 2008/09 teils deutliche Produktionsrückgänge (Kupfer Escondia: -30%, metallurgische Kohle: -10% bis -15%).
Nachdem die BHP Billiton-Aktie in den letzten Tage leicht zurückgekommen ist, haben die Analysten von Independent Research ihr Votum von "verkaufen" auf "reduzieren" angehoben. Man sehe ein Kursziel von 11,50 GBP. (Analyse vom 22.04.2009) (22.04.2009/ac/a/a)
Analyse-Datum: 22.04.2009