BMW chancenreich
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "Wirtschaftswoche" halten die Vorzugsaktie von BMW (ISIN DE0005190037/ WKN 519003) für chancenreich.
Hohe Stahlpreise, schwacher Dollar und angeschlagene US-Wirtschaft würden das Geschäft von BMW belasten. Allerdings seien die Aktien von BMW schon stark gefallen. Sie hätten innerhalb von sechs Monaten ein Drittel ihres Wertes eingebüßt. Die Marktkapitalisierung betrage noch rund 21 Mrd. Euro. Das sei nicht viel mehr als ein Drittel des erwarteten Jahresumsatzes in Höhe von 58 Mrd. Euro - und entspreche etwa dem bilanziell ausgewiesenen Eigenkapital. Das Management gehe nun mit Nachdruck ihr Hauptproblem, die hohen Kosten, an.
8.000 der weltweit 108.000 Mitarbeiter würden entlassen. Der Einkauf bei Zulieferern werde stärker in den Dollar-Raum verlagert. Im US-Werk Spartanburg solle die Herstellung von 160.000 Fahrzeugen pro Jahr auf 240.000 erhöht werden. Der schwache Dollar habe 2007 BWM 517 Mio. Euro gekostet. Unter dem Strich dürften die Bayern in den nächsten Jahren die Nettorendite von derzeit knapp sechs auf gut acht Prozent steigern. Anleger, die keinen Wert auf Stimmrechte legen würden, würden Vorzugsaktien von BWM erwerben. Gegenüber der Stammaktie betrage ihr Disagio fast 20%. Selbst wenn der Fahrzeugbauer 2008 nur die Prognose der Skeptiker erreiche und je Aktie vier Euro verdiene, läge das KGV der Vorzüge bei nur sieben. 1,08 Euro gebe es je Aktie an Dividende dazu, was einer Rendite von fast 4% entspreche.
Die Experten der "Wirtschaftswoche" halten die Vorzugsaktie von BMW für chancenreich. Zur Absicherung sollte ein Stoppkurs bei 24,60 Euro gesetzt werden. (Ausgabe 14) (31.03.2008/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 31.03.2008