Wien (aktiencheck.de AG) - Der Schweizer Franken wird weiterhin von den Aktienmärkten dominiert, so die Analysten der Erste Bank.
Die Erholung der internationalen Aktienmärkte der letzten Wochen habe dementsprechend einen negativen Effekt auf den Franken-Kurs gehabt, ebenso dürfte die von den Analysten erwartete Konsolidierung an den Aktienmärkten den Franken wieder stärken.
An diesem direkten Zusammenhang dürfte sich vorerst wenig ändern. Einer der Gründe dafür sei, dass vonseiten der sonstigen kurzfristigen Einflussfaktoren - wie der Zinsdifferenz - wenig Neues zu erwarten sei. Die Zinsdifferenz gegenüber dem Euro dürfte für die nächsten Monate unverändert bleiben, der Ansatz der Schweizer Nationalbank sei ebenso restriktiv wie jener des EZB-Rates im Euroland.
Auch die Konjunkturentwicklung dürfte ähnlich verlaufen. Einem robusten Jahresanfang dürfte eine Abschwächung im Jahresverlauf gegenüberstehen. Diese Abschwächung des Wachstums zeichne sich bereits in den letzten Wirtschaftsdaten und Unternehmensberichten ab. Die letzten Wirtschaftsdaten hätten einerseits einen starken weiteren Anstieg der Inflation, andererseits aber auch einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit gezeigt. Ähnlich wie die anderen europäischen Volkswirtschaften beginne die Schweiz unter den hohen Energie- und Nahrungsmittelpreisen und der anhaltenden Finanzkrise zu leiden, könne aber für die ersten Monate dieses Jahres noch robuste BIP-Wachstumsraten aufweisen. (13.05.2008/ac/a/m)
Marktbericht-Datum: 13.05.2008