Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Wertpapier" empfehlen die Aktie von Celesio (ISIN DE000CLS1001/ WKN CLS100) zu halten.
Die Ertragsprognose des Pharmagroßhändlers Celesio sei durch die geplanten Einschnitte im britischen Gesundheitssystem vergiftet worden. Im vierten Quartal rechne Celesio mit einer Ergebnisbelastung von gut 30 Millionen Euro. Zwar halte Konzernlenker Fritz Oesterle seine kurzfristige Prognose aufrecht und gehe für das Geschäftsjahr 2007 weiter davon aus, dass das EBITDA stärker als der Umsatz zulegen werde. Die mittelfristige Vorhersage, nach der sich das Vorsteuerergebnis von 2006 bis 2010 im Durchschnitt zweistellig erhöhen solle, sei indes einkassiert worden.
Die Ankündigung des britischen Gesundheitsministeriums, die Arzneitmittelerstattungspreise und Apothekenvergütungen drastisch zu kürzen, sei der Auslöser der Hiobsbotschaft gewesen. Die Gesellschaft betreibe gut 1.600 seiner insgesamt 2.100 Apotheken in Großbritannien. Hier fahre Celesio mehr als 25 Prozent des Umsatzes von 21,6 Milliarden Euro ein. Und auch in Frankreich, dem zweiten wichtigen Markt für Celesio, würden harte Sparmaßnahmen drohen.
Die Folge für den Anteilsschein sei, dass dieser seit Eingeständnis der Probleme gut 13 Prozent verloren habe. Nun müsse die Gesellschaft eine wirkungsvolle Strategie vorlegen, wie sie sich kurieren werde.
Die Experten vom "Wertpapier" raten die Celesio-Aktie zu halten. (Ausgabe 21)
(18.10.2007/ac/a/d)
Analyse-Datum: 18.10.2007