13.05.2008 13:23
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Chinesische Inflationsrate im April gestiegen (DekaBank)

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die chinesische Inflationsrate ist im April um 8,5% yoy gestiegen (0,1% mom; Bloomberg-Median: 8,2% yoy; Vormonat: 8,3% yoy), so die Analysten der DekaBank.

Der starke Anstieg sei auf das deutliche Plus bei den Nahrungsmittelpreisen zurückzuführen. Eine seit Januar verschärfte Preisregulierung verhindere bislang die Erreichung noch höherer Werte. Mit einer Inflationsmoderierung sei allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen.

Die Chinesische Zentralbank habe nach der Veröffentlichung des Inflationsberichts eine weitere Straffung der Geldpolitik vorgenommen. Sie habe den Mindestreservesatz zum vierten Mal in diesem Jahr auf nun 16,5% angehoben. Um die Inflation zu bekämpfen, werde die Regierung aller Voraussicht nach eine weitere Währungsaufwertung zulassen. Seit Anfang des Jahres habe der Renminbi um 4,4% gegenüber dem US-Dollar aufgewertet.

Das seit drei Jahrzehnten stärkste Erdbeben habe in der chinesischen Provinz Sichuan mehrere tausend Menschen das Leben gekostet. Andere angrenzende Provinzen seien ebenfalls von den Folgen des Erdbebens betroffen gewesen. Schäden in der Infrastruktur, vor allem im Bereich Transport, Telekommunikation und Energieerzeugung, würden auf deutliche Störungen der wirtschaftlichen Aktivität in der Region hindeuten. Engpässe in der Versorgung der Region sollten zu einem weiteren Anstieg der Inflation führen. (13.05.2008/ac/a/m)
Marktbericht-Datum: 13.05.2008

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