Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen Anlegern sich von der Aktie der Citigroup (ISIN US1729671016/ WKN 871904) weiterhin fernzuhalten.
Die größte Bank der USA habe am Dienstagnachmittag ihre Zahlen präsentiert, die zwar nicht ganz so schlimm gewesen seien wie teilweise befürchtet, aber dennoch das ganze Ausmaß des Problems offenbaren würden, in dem Citigroup stecke. Abschreibungen auf Subprime-Papiere in Höhe von 18,1 Mrd. US-Dollar und eine auf 5,4 Mrd. US-Dollar aufgestockte Risikovorsorge hätten im Jahresschlussquartal für einen Fehlbetrag von 9,8 Mrd. US-Dollar gesorgt. Im gesamten Geschäftsjahr sei der Gewinn um 83% auf 3,6 Mrd. US-Dollar zurückgegangen. Gleichzeitig sei bekannt gegeben worden, dass die Dividende um 41% gesenkt werde und 4.200 Arbeitsplätze abgebaut werden sollten.
Bereits im Frühjahr 2007 habe man die Streichung von 17.000 Arbeitsplätzen und die Verlagerung von 9.500 Arbeitsplätzen in kostengünstigere Länder beschlossen. Auch mit den nun zusätzlich beschlossenen Stellenstreichungen müsse der Arbeitsplatzabbau noch nicht unbedingt beendet sein. CEO Vikram Pandit habe darüber hinausgehende Entlassungen ausdrücklich nicht ausgeschlossen.
Damit setze sich die Subprime-Krise in beschleunigter Form weiter fort. Bereits im 3. Quartal habe die Subprime-Krise die Bilanz mit insgesamt 6,5 Mrd. US-Dollar belastet. Zusätzliches negatives Moment: Citigroup habe nicht nur unter der Subprime-Krise zu leiden, sondern auch unter zunehmenden Zahlungsausfällen bei Verbrauchern, was aber zumindest teilweise und mittelbar auch auf den zusammengebrochenen Subprime-Markt zurückzuführen sei. Im 4. Quartal habe deshalb die Risikovorsorge um 4,1 Mrd. US-Dollar aufgestockt werden müssen. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Risikovorsorge per 31. Dezember um 5,4 Mrd. US-Dollar gestiegen.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" halten sich auch weiterhin von der Citigroup-Aktie fern. (Ausgabe 9 vom 17.01.2008) (17.01.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 17.01.2008