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Die Commerzbank habe trotz weiterer Belastungen in Q4 in 2007 erneut ein Rekordergebnis von 1,92 Mrd. EUR vorgelegt (+20%). Die Aktionäre würden eine um 25 Cent höhere Dividende von 1,00 EUR erhalten. In Q4 seien auf die Subprime-Bestände noch einmal 248 Mio. EUR abgeschrieben worden. Damit würden sich die Belastungen auf 585 Mio. EUR summieren. Dies liege im Rahmen der letzten Prognosen. Operativ habe der Gewinn mit 2,51 Mrd. EUR leicht unter dem Vorjahreswert von 2,65 Mrd. EUR gelegen. Die nochmaligen Abschreibungen, die Verluste bei der Tochter Essen Hyp sowie die Belastungen aus der Neuordnung im Staatsfinanzierungsgeschäft hätten zu diesem Rückgang geführt.
Die Bereiche Privat- und Geschäftskunden, Mittelstandsbank sowie Commercial Real Estate seien die Ergebnistreiber geblieben. Sie hätten die starken Rückgänge im Segment Corporates & Markets (C&M) mehr als ausgleichen können. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern habe sich auf 15,4% nach 14,2% verbessert. Die operative Aufwandsquote habe mit einem Anstieg auf 64,2% nach 59,6% enttäuscht, was aber mit dem Ergebnisrückgang bei C&M zu erklären sei. Ins neue Jahr sei die Commerzbank gut gestartet. Würden weitere negative Überraschungen ausbleiben, dürfte die Commerzbank in 2008 das Top-Niveau aus 2007 übertreffen.
Positiv anzumerken sei, dass die Commerzbank mit den 2007er Daten trotz der schweren Finanzmarktkrise und weiterer Belastungen in Q4 erneut ein Rekordergebnis eingefahren habe. Bis auf das Kapitalmarktgeschäft hätten alle übrigen Sparten operativ solide und ertragsstarke Teilergebnisse abgeliefert (Privat- und Geschäftskunden, Mittelstandsbank, BRE). Die Risikovorsorge sei mit 479 Mio. EUR fast um die Hälfte niedriger als in 2006 gewesen. Die Subprime-Belastungen hätten sich auf 585 Mio. EUR summiert und würden im Rahmen liegen. Weitere Belastungen sollten "im Rahmen" bleiben.
Da die Ergebniszusammensetzung auf soliden Beinen stehe, dürfte die Commerzbank auch in schwierigeren Zeiten (moderateres Wachstum in den Kernmärkten) beachtliche Gewinne erzielen. Positiv würden die Analysten das Asset Management werten. Die Cominvest habe dank des Programms "Alpha" gute Wachstumsraten erzielt. Die weitere beachtliche Dividendenerhöhung werde ebenfalls positiv gesehen.
Es gebe neues Enttäuschungspotenzial, falls die Risikopositionen noch höher als bislang geschätzt ausfallen bzw. falls infolge von Downgrades seitens Ratingagenturen weitere Wertberichtigungen notwendig würden. Die zu erwartende Konjunkturverlangsamung könne sich auf das Geschäft stärker als erwartet niederschlagen. Das Geschäftsfeld Öffentliche Finanzierung sei zuletzt defizitär gewesen und bedürfe einer Reorganisation (Essen Hyp).
Die Commerzbank stehe zwar auf soliden Beinen und könne die aktuelle Krise besser als erwartet verarbeiten. Angesichts der konjunkturellen langsameren Gangart sei aber eine kleine Anpassung bei den Gewinnen nötig. Dennoch sei die Aktie günstig.
Die Analysten der SEB stufen die Commerzbank-Aktie mit "strong buy" ein. Das Kursziel werde von 35,50 Euro auf 31,00 EUR reduziert. (Analyse vom 25.02.2008) (25.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 25.02.2008
| 15:57 Uhr | Commerzbank strong buy | SEB AG | |
| 09.05.2008 | Commerzbank Downgrade | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 08.05.2008 | Commerzbank overweight | Lehman Brothers Inc. | |
| 08.05.2008 | Commerzbank hold | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 08.05.2008 | Commerzbank buy | Citigroup Corp. |
Aktien in diesem Artikel
| Commerzbank | 22,7 | -3,5% |
| 16.05.08 | RWE Downgrade | |
| 16.05.08 | Commerzbank strong buy | |
| 16.05.08 | RWE hold | |
| 16.05.08 | E.ON buy | |
| 16.05.08 | RWE hold | |
| 16.05.08 | Fresenius Medical Care halten | |
| 16.05.08 | ersol reduzieren | |
| 16.05.08 | E.ON overweight | |
| 16.05.08 | adidas halten |
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