München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "FOCUS-MONEY" empfehlen die Aktie von CompuGROUP (ISIN DE0005437305/ WKN 543730) nicht zu zeichnen.
Das Unternehmen programmiere Software zur Verwaltung und Abrechnung in Kliniken und Arztpraxen. Bislang mit Erfolg. Der Umsatz habe sich in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht. Der Gewinn habe von 5,2 Mio. Euro im Jahr 2002 auf 11,4 Mio. Euro in 2006 zugelegt. Die Nettogewinnspanne belaufe sich auf 8 Prozent.
Ein Wechsel vom Freiverkehr in den Prime Standard und eine Kapitalerhöhung sollten nun einen Erlös von bis zu 400 Mio. Euro einbringen. Die Altaktionäre würden etwa die Hälfte davon kassieren. Mit dem Rest solle das Geschäft im Ausland wachsen. Bisher kämen vier Fünftel der Umsätze aus Deutschland und man erwarte hier keine allzu großen Steigerungen mehr.
Wie die Experten berichten würden, erscheine der angestrebte Emissionserlös reichlich ambitioniert. Beim aktuellen Kurs von 17 Euro besitze die Aktie ein KGV von 65. Das sei Unsinn. Selbst wenn der Gewinn in diesem Jahr um 50 Prozent zulegen sollte und Investoren das 50-fache des Gewinns zahlen wollten, wäre allenfalls ein Kurs von 16 Euro gerechtfertigt. Nach Erachten der Experten erscheine ein Kurs von 8 Euro durchaus realistischer.
Da die Wachstumsaussichten von CompuGROUP eher bescheiden erscheinen, raten die Experten von "FOCUS-MONEY" die Aktie nicht zu zeichnen. (Ausgabe 19) (03.05.2007/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 03.05.2007