Detmold (aktiencheck.de AG) - Für die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" ist die Conergy-Aktie (ISIN DE0006040025/ WKN 604002) ein Fall für die Watchlist.
Innerhalb von etwa 6 Wochen sei das Wertpapier um etwa 60% gesunken. Nicht ohne Grund: Zwar werde im ersten Dreivierteljahr ein Umsatzplus von zwei Dritteln erreicht. Beim Konzernergebnis habe man jedoch die Tintenfarbe von "schwarzen" 3,5 Mio. Euro auf "rote" 9,1 Mio. Euro wechseln müssen. Selbst die operative Marge müsse man mit der Lupe suchen. Ferner sei ein Liquiditätsengpass gekommen, der u. a. über eine Kapitalerhöhung abgefangen werden solle. Der Conergy-Vorstandschef, Rüter, werde vorübergehend durch das AR-Mitglied Dieter Ammer ersetzt, der zugleich Großaktionär der Gesellschaft sei.
Der Konzern stehe also mit dem Rücken zur Wand. Interessant sei allerdings das Engagement des früheren GEA-Großaktionärs, Otto Happel, wobei auch er eher vorsichtig agiere, da zunächst nur 4,25% des Grundkapitals erworben worden seien. Darüber hinaus sei die Option vereinbart worden, bis auf 25,1% aufstocken zu können, wenn auch deutlich unter dem Marktpreis. Damit sei der Einstieg ein interessantes, aber noch nicht eindeutiges und damit zu spekulatives Signal. Dennoch sei von Happel eine sehr aktive und durchaus auch vernünftige Mitsprache zu erwarten.
Mit dem Einstieg von Otto Happel ist die Conergy-Aktie ein Fall für die Watchlist, so die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief". Für eine Kaufempfehlung reiche es indes noch nicht, da eine Bodenbildung noch ausstehe. (Ausgabe 46 vom 17.11.2007) (19.11.2007/ac/a/t)
Analyse-Datum: 19.11.2007