Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" halten die Aktie von DEUTZ (ISIN DE0006305006/ WKN 630500) für chancenreich.
Dass der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Mai dieses Jahres um 18 Prozent über dem Orderniveau des Vorjahres gelegen habe, sei erneut eine Bestätigung dafür, dass die deutsche Wirtschaft brumme. Bei der Auslandsnachfrage habe es den Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gegeben. In diesem Jahr solle die Branche statt der geplanten 4 Prozent um 9 Prozent zulegen.
Hier könne DEUTZ locker mithalten. Der Hersteller von Motoren für Lastwagen, Arbeits- und Landmaschinen rechne in 2007 mit einem Wachstum von 6 bis 10 Prozent. Analysten würden dem Traditionsunternehmen sogar bis zu 16 Prozent zutrauen und würden das Papier mehrheitlich zum Kauf empfehlen. Diese Meinung sei neu, denn das in Köln ansässige Unternehmen habe noch im Mai beim operativen Ergebnis enttäuscht. Ferner hätten sich die Börsianer verunsichert gezeigt, da Vorstandsvorsitzender Gordon Riske, nachdem er DEUTZ erfolgreich saniert habe, noch in diesem Jahr seinen Posten aufgeben werde.
Wie die Experten berichten würden, habe aber der jüngste Geldregen die Trendwende eingeleitet. Die Nachfrage nach einer Schuldverschreibung des Konzerns in den USA sei so hoch gewesen, dass statt der geplanten 150 Mio. USD 274 Mio. USD in die Kassen geflossen seien. Von dem Geld werde neben der Reduzierung der Pensionsrückstellungen, ein erheblicher Teil in das chinesische Joint-Venture DEUTZ-Dalian sowie in den Ausbau weiterer Kapazitäten gesteckt.
Dies sei auch notwendig, denn die Nachfrage nach DEUTZ-Motoren sei hoch. Der Auftragseingang sei im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem Zeitraum des Vorjahres um 30 Prozent gestiegen. Es sei davon auszugehen, dass der positive Trend anhalte, zumal sich das weltweite konjunkturelle Umfeld nach wie vor von der positiven Seite präsentiere. Demnach dürften die Umsatzziele ebenso wie die anvisierte EBIT-Marge von 7 Prozent locker erreicht werden. Der Gewinn dürfte sich überproportional verbessern. Der Vorstand habe nicht umsonst für das laufende Jahr mit 0,10 bis 0,15 Euro die erste Dividende seit 20 Jahren vorgeschlagen.
Mit einem Kursziel in Höhe von 14 Euro erachten die Experten von "Der Aktionär" die DEUTZ-Aktie als chancenreich. Zur Absicherung sollte ein Stoppkurs bei 7,80 Euro platziert werden. (Ausgabe 31) (26.07.2007/ac/a/d)
Analyse-Datum: 26.07.2007