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Daimler auf die Kaufseite gehen (Frankfurter Börsenbriefe)
Das Wertpapier sei ein Musterbeispiel dafür, dass Kurs- und Unternehmensentwicklung nicht immer synchron verlaufen würden. Selbstverständlich würden aus solchen Missverhältnissen exzellente Chancen folgen. Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" halten fest: Das abgelaufene Jahr habe den Stuttgartern einen Gewinn von 8,7 Mrd. Euro sowie eine Umsatzrendite von knapp 9% gebracht. Im Vergleich zu den 5% im Vorjahr sei das ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis.
Insbesondere bei Mercedes-Benz sei man bei 9,1% gelandet und auf diese Weise Konkurrenten wie Audi und BMW die Rücklichter gezeigt. Ebenfalls in Sachen Modellzyklus stehe man gut da. Mit der neuen C-Klasse sei gerade vor kurzem erst ein Vertreter der meistverkauften Baureihe an den Markt gekommen. Bei der E- und der S-Klasse stehe man noch in einem frühen bzw. mittleren Stand im Verkaufszyklus.
Selbstverständlich sei der Himmel nicht ganz wolkenfrei, aber das müsse im Kontext der Kursentwicklung gesehen werden. Bei der Forschung im Sektor umweltfreundliche Motoren habe man einen gewissen Nachholbedarf, was steigende Ausgaben andeute. Auch sei man nach wie vor mit einer Restbeteiligung von 19,9% bei Chrysler an Bord, was im Schlussquartal Kosten von 322 Mio. Euro verursacht habe.
Trotzdem: Das Unternehmen habe sich exzellent geschlagen und deute auch für dieses Jahr einen guten Verlauf mit Zuwächsen bei Absatz, Umsatz und auch Gewinn an. Man sollte selbst urteilen, ob das zum Aktienkurs passe, der von etwa 78 auf unter 48 Euro korrigiert habe. Das KGV für 2008 liege gerade mal bei etwa 9,1, die Dividendenrendite bei ca. 3,6%.
Damit gehen die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" bei der Daimler-Aktie neu auf die Kaufseite mit Zielrichtung 68,00 Euro. Das Stop-loss-Limit sollte bei 51,70 Euro platziert werden. (Ausgabe 8 vom 23.02.2008) (25.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 25.02.2008
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