Essen (www.aktiencheck.de) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, stuft die Daimler-Aktie (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) weiterhin mit "kaufen" ein.
Nach dem Rückzug des Staatsfonds Aabar Investments aus Abu Dhabi würden es die Analysten für nicht unwahrscheinlich halten, dass sich das Daimler-Management selbst auf die Suche nach einem neuen Ankerinvestor neben der bereits seit 1974 beteiligten Kuwait Investment Authority begeben habe. Ob dabei tatsächlich eine Einigung mit China Investment Cooperation (CIC) erfolge, sei ihres Erachtens jedoch ungewiss.
Das Absatzvolumen auf dem wichtigen chinesischen Markt habe Mercedes-Benz im Jahr 2012 lediglich um 1,5% auf knapp 196.211 Einheiten steigern können, womit die Schwaben weit hinter den direkten Konkurrenten aus München und Ingolstadt zurückgeblieben seien. Auch mit Blick auf den im Sommer bevorstehenden Modellwechsel der in China besonders bedeutsamen S-Klasse sowie der jüngsten Umstrukturierung der dortigen Vertriebsaktivitäten könnte ein engerer Kontakt zur Staatsführung nach Erachten der Analysten durchaus vorteilhaft sein, um die Verkaufszahlen im Reich der Mitte zu beleben.
Die Analysten hätten die Daimler-Aktie im November mit Verweis auf die relativ zu den Konkurrenten wieder als verbessert angesehenen Perspektiven auf "kaufen" heraufgestuft. Seitdem habe der Titel 17,7% an Wert hinzugewonnen, 10,1 Prozentpunkte mehr als der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900). Neben den Neuauflagen von E- und S-Klasse sollten erste Erfolge des massiven Sparprogramms bei der Kernmarke Mercedes-Benz die Entwicklung der operativen Marge im Jahr 2013 stützen.
Die Analysten der National-Bank AG erhöhen ihr Kursziel von 45,00 Euro auf 48,00 Euro und bestätigen die "kaufen"-Einstufung für die Daimler-Aktie. (Analyse vom 08.01.2013) (08.01.2013/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen halten an dem analysierten Unternehmen eine Beteiligung in Höhe von mindestens 1 Prozent des Grundkapitals. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.