Die Experten der "Prior Börse" halten die Aktie von Deutsche Balaton (ISIN DE0005508204/ WKN 550820) für eine ideale Langfristanlage.
Es sei kaum vorstellbar, aber es gebe doch auch tatsächlich Vorstände, die sich über möglichst niedrige Aktienkurse freuen würden. Dazu gehöre vermutlich auch Jürgen Dickemann. In den vergangenen Jahren habe der Chef der Deutsche Balaton massiv Aktien des eigenen Unternehmens günstig über die Börse zurückgekauft. Im Anschluss habe er die Aktien eingezogen. Die Folge sei gewesen, dass der Wert der verbliebenen Balaton-Aktien stetig zugenommen habe. Von solchen Aktionen hätten in erster Linie die Großaktionäre profitiert.
Zum Ende des Jahres 1999 habe es mehr als 17 Mio. Aktien der Beteiligungsgesellschaft gegeben. Nach drei Kapitalherabsetzungen habe sich die Anzahl auf zuletzt 13,35 Mio. reduziert. Dickemann habe im August erneut zugeschlagen. Der Konzernchef habe ein freiwilliges öffentliches Angebot unterbreitet. Dickemann habe seinen Aktionären bis zu 700.000 Aktien abluchsen wollen, knapp 600.000 habe er bekommen. Der gebotene Kurs in Höhe von 5,50 Euro habe lediglich ca. dem Buchwert je Anteilsschein entsprochen - lege man die konservative HGB-Bilanz zugrunde.
Die Deutsche Balaton-Aktie habe sich seit Anfang 2004 kaum von der Stelle bewegt und habe um die Fünf-Euro-Marke notiert. Allerdings sei der Kurs seit Oktober stetig angestiegen auf aktuell 7 Euro. Freilich stehe dem Börsenwert von 93 Mio. Euro lediglich ein Eigenkapital von 77 Mio. Euro gegenüber (Stand 30.06.2005). Allerdings würden die Experten davon ausgehen, dass die Umstellung von HGB auf den internationalen IFRS-Standard stille Reserven aufdecken werde.
Im Mai 2006 wolle Dickemann die Bilanz für 2005 präsentieren. Nach Ansicht der Experten stecke in der Private-Equity-Tochter CornerstoneCapital Potenzial. Das Tochterunternehmen beteilige sich an nicht-börsennotierten Firmen. Vor zwei Wochen habe CornerstoneCapital den Verkauf von 26 Prozent an der Schweizer FAST Video Security gemeldet. In Heidelberg sorge der Deal für einen satten Ertrag. Auch das Abstoßen von Utimaco-Aktie habe sich bezahlt gemacht. Ferner sichte Balaton auf Paketen an Beta Systems (16 Prozent), W.E.T. (10 Prozent) und Spürz (11 Prozent). Eine äußerst interessante Tochter sei net.IPO mit einem Anteil von 87 Prozent. Die ehemalige Internet-Emissionsbank, die gerade in Delta Beteiligungen umfirmiere, wolle mit ca. 8,5 Mio. Euro Eigenkapital, ebenfalls im Beteiligungsgeschäft mitmischen.
Für die Experten der "Prior Börse" ist die Deutsche Balaton-Aktie eine ideale Langfristanlage.
Analyse-Datum: 02.12.2005