Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Hamburger Sparkasse, Christian Hamann, bewertet die Aktie der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) nach wie vor mit "halten".
Die Deutsche Bank gehöre mit einer Bilanzsumme von 2.030 Mrd. EUR (per 31.12.2007) zu den großen europäischen Finanzinstituten. Im Rahmen der voranschreitenden strategischen Neuausrichtung wolle sich der Bank-Konzern zukünftig lediglich auf eine überschaubare Anzahl von Kerngeschäftsfeldern konzentrieren. Diese seien unter den beiden Segmenten "Corporate and Investment Bank" und "Private Clients and Asset Management" zusammengefasst. Nicht zum Kerngeschäft gehörende Aktivitäten würden zügig verkauft, um die Kapitalallokation zu verbessern. Ziel sei es, eine Eigenkapitalrendite vor Steuern und Restrukturierungskosten von 25% zu erwirtschaften. Um die internationale Ertragskraft weiter zu stärken, werde der Bereich Investmentbanking verstärkt ausgebaut.
Die solide Eigenkapitalausstattung dürfte die Deutsche Bank in den nächsten Monaten vor den größten Widrigkeiten (Kapitalerhöhung) schützen. Auch die Bewertung knapp über Buchwert stelle angesichts der guten Marktposition und der mittelfristig wieder besseren Gewinnaussichten einen Pluspunkt dar.
Die kurzfristig immer noch sehr negativen Branchenperspektiven rechtfertigen aber allenfalls eine "halten"-Empfehlung der Analysten der Hamburger Sparkasse für die Deutsche Bank-Aktie. (Analyse vom 29.04.2008) (29.04.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 29.04.2008