Hannover (aktiencheck.de AG) - Michael Seufert, Analyst der Nord LB, stuft die Aktie der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) nach wie mit "halten" ein.
Die Deutsche Bank habe die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2011 präsentiert. Demnach seien die Gesamterträge im Vergleich zum Vorjahr um 7% auf 6,9 Mrd. Euro gesunken. 3,4 Mrd. Euro würden hierbei auf das Investment Banking entfallen, wo man einen Rückgang um 26% habe verbuchen müssen. 3,5 Mrd. Euro seien dem Privatkundengeschäft zuzuschreiben, bei welchem man einen merklichen Zuwachs von 22% erwirtschaftet habe.
Der Verlust vor Steuern im vierten Quartal belaufe sich auf 351 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum sei noch ein Vorsteuergewinn von 707 Mio. Euro erzielt worden. Nach Steuern ergebe sich ein Konzerngewinn von 186 Mio. Euro. Dies sei auf einen Steuerertrag in Höhe von 537 Mio. Euro zurückzuführen.
Auf Sicht des Gesamtjahres 2011 habe der Konzern die Erträge von 28,6 auf 33,2 Mrd. Euro und den Gewinn vor Steuern um 36% auf 5,4 Mrd. Euro gesteigert. Der Konzerngewinn nach Steuern sei sogar um 86% auf 4,3 Mrd. Euro verbessert worden. Hinsichtlich der Dividende habe der Vorstand eine Ausschüttung von 0,75 Euro je Anteilschein vorgeschlagen. Die von der EBA bis Mitte 2012 geforderte Eigenkapitalquote von 9% habe das Unternehmen mit 9,5% bereits Ende 2011 erreicht.
Auch wenn die Deutsche Bank im Vergleich zum Vorjahr wesentlich bessere Gesamtjahreszahlen präsentiert habe, seien die Prognosen des Marktes aufgrund von Sonderbelastungen deutlich verfehlt worden. Sollte die Staatsschuldenkrise überwunden werden, besitze der Titel ein signifikantes Kurspotenzial.
Die Analysten der Nord LB stufen die Aktie der Deutschen Bank nichtsdestotrotz weiterhin mit "halten" ein. Das Kursziel werde von 30,00 auf 34,00 Euro erhöht. (Analyse vom 02.02.2012) (02.02.2012/ac/a/d)