Essen (aktiencheck.de AG) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, stuft die Aktie der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) unverändert mit "kaufen" ein.
Die vorgelegten Zahlen lägen klar unterhalb der Konsensprognosen von 6,8 Mrd. EUR für das Ergebnis vor bzw. von 4,6 Mrd. EUR nach Steuern. Unerwartet habe die Bank im vierten Quartal einen Verlust vor Steuern in Höhe von 351 Mio. EUR verbucht. Neben dem sehr schwachen Investmentbanking hätten dabei Sonderbelastungen das Ergebnis gedrückt. Da das ursprüngliche Gewinnziel von 10 Mrd. EUR im Gesamtjahr bereits im Herbst aufgegeben worden sei, dürfte das Schlussquartal nochmals zu großzügigen Wertberichtigungen und Rückstellungen für laufende Rechtsstreitigkeiten genutzt worden sein. Die Kernkapitalquote habe zum Jahresende 9,5% erreicht. An der Analystenerwartung, wonach die Deutsche Bank ohne eine weitere Kapitalerhöhung die Anforderungen der Europäischen Bankenaufsicht EBA erfüllen könne, habe sich daher nichts geändert.
Angesichts der günstigen Bewertungsrelationen und des weiterhin bestehenden Aufholpotenzials bestätigen die Analysten der National-Bank AG ihre "kaufen"-Einstufung für die Aktie der Deutschen Bank. Das Kursziel erhöhe sich infolge des wieder verbesserten Kapitalmarktumfelds dabei von 35 EUR auf 37,50 EUR. (Analyse vom 02.02.2012) (02.02.2012/ac/a/d)