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Deutsche Bank strong buy (SEB AG)
Die Deutsche Bank habe 2007 trotz der Kapitalmarktkrise für 2007 ein Rekordergebnis in Höhe von 6,5 Mrd. EUR (+7%) bzw. vor Steuern von 8,7 Mrd. EUR (+5%) eingefahren. Überrascht habe der Provisionsüberschuss, der um 9,7% auf 12,29 Mrd. EUR angezogen sei. Der Zinsüberschuss sei um 26% auf 8,85 Mrd. EUR gestiegen. Der Handelsüberschuss habe mit nur 897 Mio. EUR enttäuscht (nach 2,27 Mrd. EUR). Sondererlöse aus Beteiligungsverkäufen hätten einen Ergebniseinbruch verhindert. Der ROE vor Steuern für 2007 liege mit 29% bzw. 26% ohne Sondereffekte (Vj. 33%) klar über der Zieldefinition (25%).
Am 26.03.08 habe die Deutsche Bank im Rahmen der Vorlage ihres Geschäftsberichts 2007 noch einmal betont, dass wegen der anhaltenden Finanzkrise das 2008er Gewinnziel - die 8,4 Mrd. EUR beim bereinigten Vorsteuerergebnis - in Gefahr sei.
Am 01.04.08 habe die Deutsche Bank die möglichen Belastungen für Q1 mit rund 2,5 Mrd. EUR beziffert, nachdem sich die Bedingungen gerade im März weiter verschlechtert hätten (in 2007 seien insgesamt 2,3 Mrd. EUR aus Subprime-Bestände abgeschrieben worden). Die neuen Milliardenlöcher seien u.a. in der gewerblichen Immobilienfinanzierung und bei verbrieften US-Wohnungsbaukrediten mittlerer Qualität (Alt-A-Papiere) angefallen, nachdem auch dieses Segment weitgehend illiquide geworden sei, und bei Übernahmefinanzierungen. Trotz dieser Belastungen habe die Deutsche Bank angedeutet, dass ihre Kapitaldecke derzeit nicht in Gefahr sei. Die Kernkapitaldecke dürfte weiterhin im Zielkorridor von 8% bis 9% verharren (zuletzt 8,6%).
Vor allem im Vergleich zu vielen internationalen Häusern und vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanzkrise habe die Deutsche Bank für 2007 eine gute Bilanz präsentiert. In einigen Geschäftsfeldern habe die Deutsche Bank Marktanteile gewonnen. Zum Beispiel habe PCAM hohe Mittelzuflüsse gezeigt. Der Teilbereich Global Transaction Banking (zu CIB) habe sich als Wachstumstreiber entwickelt (Gewinn vor Steuern: +30% auf 950 Mio. EUR). Insgesamt habe die Deutsche Bank in Q4 nur 50 Mio. EUR abgeschrieben, das bei Leveraged-Finance angefallen sei.
Im Geschäftsbericht 2007 per 26.03.2008 habe es eine hohe Transparenz hinsichtlich der Risikopositionen gegeben. Sie würden grundsätzlich keine substanzielle Bedrohung darstellen. Mit den am 01.04.08 veröffentlichten Abschreibungen dürfte die Deutsche Bank die Risiken gut abgesichert haben. Trotz dieser Belastungen habe die Deutsche Bank eine komfortable Eigenmittelausstattung. Zudem seien auch Marktanteilsgewinne - gerade in dieser schwierigen Zeit - ebenso zukünftig zu erwarten.
Die Deutsche Bank habe angesichts des negativen Marktumfeldes das Vorsteuergewinnziel von 8,4 Mrd. EUR in Frage gestellt. Damit sei auch das ROE-Ziel von 25% (v.St.) gefährdet. Zusätzliche Belastungen aus dem Leveraged Finance Portfolio und geringere Erträge mit strukturierten Produkten seien zu erwarten, falls sich die Lage nochmals verschlechtern sollte bzw. die Illiquidität in diesen Segmenten anhalte. Das Retailgeschäft könnte allgemein unter einem zwischenzeitlich moderateren Wachstum leiden.
Die Aktie sei relativ niedrig bewertet, was vor dem Hintergrund der guten Positionierungen und der Chance auf weitere Marktanteilsgewinne positiv zu werten sei.
Die Analysten der SEB bewerten die Deutsche Bank-Aktie mit "strong buy" und passen das Kursziel von 106 auf 99 Euro an. (Analyse vom 01.04.2008)
(01.04.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 01.04.2008
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