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Deutsche Bank strong buy (SEB AG)
Die Deutsche Bank habe heute Morgen mit ihren Q1-Zahlen die Erwartungen überwiegend getroffen, nachdem sie Ende März entsprechend vorgewarnt habe. Die sog. stabilen Geschäftsfelder, die bereits in Q4-07 überzeugt hätten, hätten auch im abgelaufenen Quartal überzeugt.
Alles, was mit Marktbewertungen zu tun habe, sei erwartungsgemäß schlecht ausgefallen. Vor allem der Monat März habe seine negativen Spuren hinterlassen, wo in vielen Marktsegmenten von Illiquidität die Rede gewesen sei.
Ansonsten habe CEO Ackermann gewarnt, dass die Marktbedingungen schwierig bleiben würden, die Deutsche Bank aber weiter gute Chancen habe, aus der Finanzkrise gestärkt hervorzugehen. Die Deutsche Bank habe somit im ersten Quartal wegen milliardenschweren Abschreibungen wie erwartet den ersten Quartalsverlust seit 5 Jahren verzeichnet.
Unter dem Strich sei ein Verlust von 141 Mio. EUR angefallen, nach einem Gewinn von 2,1 Mrd. EUR im Vorjahr (stets zu bedenken: Vorjahresdaten seien jeweils Rekordniveaus gewesen). Vor Steuern habe das Minus bei 254 Mio. EUR nach einem Gewinn von 3,16 Mrd. EUR im Vorjahr gelegen. Diese Zahlen hätten etwas über den Erwartungen gelegen. Der Löwenanteil der Abschreibungen in Höhe von 2,7 Mrd. EUR (etwa 200 Mio. EUR über den zuvor veranschlagten Schätzungen) sei wie erwartet auf Kredite und Kreditzusagen im Geschäft mit fremdfinanzierten Übernahmen (Leveraged Loans), ein kleinerer Teil ferner auf gewerbliche Immobilien und verbriefte Wohnungsbaukrediten entfallen. Ein Teil der Verluste habe die Deutsche Bank durch den Verkauf von Beteiligungen (Allianz, Daimler, Linde) ausgleichen können, auch wenn diese Preise nicht zufriedenstellend gewesen seien.
Alles in allem habe sich die Deutsche Bank in einem der schwierigsten Quartale in der jüngsten Zeit recht gut geschlagen. Der Provisionsüberschuss sei um 14% auf 2,53 Mrd. EUR gefallen (Erwartungen bei 2,6 Mrd. EUR), der Zinsüberschuss habe mit einem Plus von 30% auf 2,68 Mrd. EUR überrascht (Erwartungen bei 2,2 Mrd. EUR).
Die Aktie sei mit einem 2009er KGV von 7,1 für einen Marktführer, der sich in einem schwierigen Marktumfeld gut behaupten könne, relativ günstig bewertet.
Aus Sicht der technischen Analyse ist die Deutsche Bank-Aktie eine Halteposition, so Andreas Klähn, technischer Analyst der SEB. Zwar zeige die Markttechnik eine Stabilisierung, jedoch würden die dynamischen Impulse fehlen. Die mittelfristigen Overbought/Oversold Indikatoren würden zur Seite hin abdrehen und die Herausnahme der Aufwärts-Bewegungsdynamik signalisieren.
Für die kommenden Wochen sei eine Tendenz zwischen 72,28 EUR und 78,21 EUR am wahrscheinlichsten. Zudem befinde sich bei 82,40 EUR ein zusätzlicher starker Widerstand. Der übergeordnete Abwärtstrend sei intakt. Unter Timing-Aspekten sollten Neu- und Zukäufe noch zurückgestellt und Bestände mit einem Alarm in Höhe von 72,28 EUR versehen werden.
Aus fundamentalen Gesichtspunkten bestätigen die Analysten der SEB das Kursziel von 99 EUR und bewerten die Deutsche Bank-Aktie mit "strong buy". (Analyse vom 29.04.2008) (29.04.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 29.04.2008
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