Detmold (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" kommt ein Kauf der Aktie der Deutschen Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) nach wie vor nicht infrage.
Die Deutsche Börse AG stehe unter Druck und damit sei nicht nur die Kursentwicklung gemeint. Die Gesellschaft habe nun auf die steigende Konkurrenz durch außerbörsliche Handelsplattformen reagieren müssen und die Gebühren reduziert. Ab September müssten Kunden im computergestützten Handel weniger bezahlen, denn dann gelte ein neues Preismodell mit acht statt bisher sieben Rabattstufen für den algorithmischen Xetra-Handel.
Durch die neue Preisstruktur würden Kunden nun bis zu 60% Abwicklungsgebühren sparen. Bisher seien lediglich 49% möglich gewesen. Damit sei die Deutsche Börse AG nun Handelsplattformen wie Turqoise und Chi-X gefolgt, die bereits hohe Rabatte für die so genannten "Algo-Trader" einführen würden. Immerhin würden die Aufträge dieser Klientel rund 40% des Xetra-Orderbuchvolumens ausmachen.
Ob die Deutsche Börse AG jedoch das verloren gegangene Terrain zurückgewinne, sei offen. Vielmehr dürfte die Preisreduzierung dazu führen, dass man halbwegs im Rennen bleibe. Dass tatsächlich per Saldo Marktanteile zurückgewonnen würden, erscheine den Experten unwahrscheinlich, aber die weitere Einbuße von Marktanteilen dürfte zumindest gebremst oder sogar gestoppt werden. Aber dass sich die Gesellschaft jetzt den Kuchen mit mehreren Konkurrenten teilen müsse, hinterlasse unverändert Spuren im Aktienkurs.
Nach Meinung der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" kommt ein Kauf der Deutsche Börse AG-Aktie weiterhin nicht infrage. (Ausgabe 131 vom 27.08.2008) (27.08.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 27.08.2008