Hannover (aktiencheck.de AG) - Constantin Rohbach, Analyst der Nord LB, stuft die Deutsche Börse AG-Aktie (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) weiterhin mit " verkaufen" ein.
Die Deutsche Börse AG habe das Geschäftsjahr 2007 mit dem besten Ergebnis ihrer Geschichte abgeschlossen. Die Umsatzerlöse hätten um 18% auf 2.185 Mio. zugelegt, während sich das EBITA aufgrund eines steuerfreien Buchgewinns in Höhe von EUR 120 Mio. sogar um 31% auf EUR 1.346 Mio. erhöht habe. Die Gesamtkosten hätten ebenfalls bedingt durch Sondereffekte erhöht EUR 1.324 Mio. betragen. Der Jahresüberschuss für 2007 habe sich gegenüber dem Vorjahr um 36,3% von EUR 669 Mio. auf EUR 912 Mio. erhöht. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie habe um 40% von EUR 3,36 im Vorjahr auf EUR 4,70 zugelegt. Die Dividende solle um 40 Cent je Aktie auf EUR 2,10 erhöht werden, was nach Bereinigung um Sondereffekte eine Ausschüttungsquote von 51% ergebe.
Dass die Deutsche Börse AG ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 absolviert habe, lasse sich deutlich an den sehr guten Zuwachsraten erkennen. Man dürfe aber nicht aus den Augen verlieren, dass die guten Daten vor allem aufgrund der steuerfreien Veräußerung von Gebäuden in Luxemburg in Höhe von 120 Mio. und aufgrund der Turbulenzen an den Börsen, die zu überdurchschnittlichen Umsätzen geführt hätten, entstanden seien. Es sei fraglich, ob diese Phase auch 2008 anhalte und der Börse erneut Rekordumsätze einbringen werde.
Insgesamt sehen die Analysten der Nord LB auf dem derzeitigen Kursniveau kein weiteres Aufwärtspotenzial, weshalb sie trotz eines von EUR 85,00 auf EUR 90,00 angehobenen Kurszieles weiterhin empfehlen, die Deutsche Börse AG-Aktie zu verkaufen. (Analyse vom 21.02.2008) (21.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 21.02.2008