Essen (www.aktiencheck.de) - Dirk Gojny, Analyst der National-Bank AG, stuft die die Deutsche Börse-Aktie (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) unverändert mit dem Rating "halten" ein.
Wegen der weiterhin anhaltenden Unsicherheit auf den Kapitalmärkten, die insbesondere von der europäischen Schuldenkrise geprägt werde, habe es im abgelaufenen Quartal keine Belebung der Handelsaktivitäten gegeben. Diese seien in fast allen Segmenten hinter dem Vorjahresquartal zurückgeblieben. Die Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag hätten sich aufgrund der Berücksichtigung des Kaufs der verbliebenen Eurex Zürich AG-Anteile von der SIX Group AG in Grenzen gehalten.
Der Beitrag zum EBIT, der durch den Anteilskauf Berücksichtigung finde, belaufe sich auf immerhin 21,8 Mio. EUR. Die operativen Kosten seien im Vergleich zum Vorjahresquartal von 233,1 auf 228,9 Mio. EUR leicht gesunken. Der aktuelle Wert erhalte zudem noch 4,9 Mio. EUR, die im Zuge von Effizienzprogrammen und dem untersagten Zusammenschluss mit der NYSE Euronext angefallen seien.
Zugleich scheine die Jahresprognose der Deutschen Börse von Nettoerlösen (Gesamterlöse abzgl. volumenabhängiger Kosten) zwischen 2,15 und 2,3 Mrd. EUR sowie einer damit korrespondierenden EBIT-Spanne von 1,2 bis 1,35 Mrd. EUR zu wackeln, wenn sich das Kapitalmarktumfeld nicht signifikant verbessern sollte. Für den Fall gehe das Unternehmen nämlich von einer "moderaten" Unterschreitung der im ersten Quartal des Jahres avisierten Zielgrößen aus.
Grundsätzlich passt der Quartalsbericht jedoch in das Gesamtbild, sodass das Votum "halten" aufrecht und das Kursziel von 52 auf 46 EUR für die Deutsche Börse-Aktie gesenkt wird, so die Analysten der National-Bank AG. (Analyse vom 27.07.2012) (27.07.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.