Hannover (www.aktiencheck.de) - Der Analyst der Nord LB, Volker Sack, rät nach wie vor zum Halten der Deutsche Börse-Aktie (ISIN DE0005810055/ WKN 581005).
Relativ schwache Handelsaktivitäten in den Bereichen Xetra und Eurex hätten beim Börsenbetreiber zu schwachen Q3'2012-Zahlen geführt. Die Nettoerlöse hätten sich um 18,6% auf 471 Mio. Euro verringert, das EBIT sei um 26,5% auf 245,4 Mio. Euro gesunken und das Konzernergebnis sei um 50,4% auf 159,9 Mio. Euro eingebrochen.
Die Deutsche Börse AG habe wegen der nochmals verschlechterten Marktsituation im Berichtszeitraum die Prognose-Bandbreite der Nettoerlöse nach unten revidiert. Die Geschäftsführung stelle nur Nettoerlöse von ca. 1.950 Mio. Euro (Q2'2012: 2.150 bis 2.300 Mio. Euro Nettoerlöse) in Aussicht. Zudem werde eine entsprechende Unterschreitung der prognostizierten EBIT-Bandbreite (1.200 bis 1.350 Mio. Euro) erwartet. Für das Schlussquartal 2012 sei ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von rund 100 Mio. Euro beschlossen worden.
Wie bereits erwartet habe der Börsenbetreiber die Zielvorgaben für 2012 nach unten anpassen müssen. Dem Konzern würden vor allem die hohe Unsicherheit der Marktteilnehmer sowie das schwache wirtschaftliche Umfeld zu schaffen machen. Auch könnte eine mögliche Finanztransaktionssteuer zu Nachfragerückgängen führen. Die Jahresziele würden den Analysten erreichbar erscheinen.
Aufgrund der nicht überraschenden rückläufigen Geschäftsergebnisse und der konstanten Ausschüttungsquote empfehlen die Analysten der Nord LB, die Deutsche Börse-Aktie weiter zum Halten. Im Hinblick auf den Aktienrückkauf in Q4 und der damit verbundenen Stärkung des Kurses, hätten sie ihr Kursziel von 40 auf 44 Euro angepasst. (Analyse vom 31.10.2012) (31.10.2012/ac/a/d)