Essen (aktiencheck.de AG) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, stuft die Aktie der Deutschen Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) unverändert mit "verkaufen" ein.
Die EU-Kommission habe gestern mitgeteilt, dass die geplante Fusion der Deutschen Börse AG und NYSE Euronext (ISIN US6294911010/ WKN A0MLCE) aufgrund der marktbeherrschenden Stellung im europäischen Derivategeschäft untersagt werde.
Mit der von den Analysten bereits erwarteten Negativentscheidung der EU-Kommission sei das endgültige Aus der Börsenfusion besiegelt. Die Deutsche Börse AG habe daraufhin mitgeteilt, dass der Eintritt der Vollzugsbedingungen für das Umtauschangebot der Alpha Beta Netherlands Holding, unmöglich geworden sei. Sobald die Entscheidung der EU dem Konzern förmlich zugestellt worden sei, werde folglich die Rückabwicklung der bereits durchgeführten Maßnahmen erfolgen. Dies betreffe insbesondere den Wegfall einer Unterscheidung zwischen zum Tausch eingereichten Aktien der Deutschen Börse AG (ISIN DE000A1KRND6/ WKN A1KRND) sowie den "alten" Stücken (ISIN DE0005810055/ WKN 581005). Künftig dürfte es damit wieder nur eine Aktiengattung geben.
Ebenfalls vom Tisch sei somit auch die für den Fall einer erfolgreichen Fusion geplante Sonderdividende in Höhe von 2,00 EUR. Diese sei nach Erachten der Analysten vor allem deshalb in Aussicht gestellt worden, um Anleger zum Umtausch ihrer Anteile in die neue Gattung zu bewegen.
Mit dem Ende der Fusionsbestrebungen dürften die im vergangenen Jahr etwas aus dem Fokus gerückten Unternehmenszahlen wieder an Bedeutung gewinnen. Die heute veröffentlichten Handelsdaten für den Januar 2012 seien mit einem Minus des Orderbuchumsatzes um 14% und einem Rückgang der durchschnittlich an den Terminmärkten gehandelten Kontrakte von 21% relativ schwach ausgefallen. Die Vorlage der Kennzahlen des Geschäftsjahres 2011 sei für den 13. Februar vorgesehen.
Die Analysten der National-Bank AG raten die Aktie der Deutschen Börse AG weiterhin zu verkaufen. (Analyse vom 02.02.2012) (02.02.2012/ac/a/d)