Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Zafer Rüzgar, Analyst von Independent Research, stuft die Aktie der Deutschen Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) nach wie vor mit "reduzieren" ein.
Die EU-Kommission wolle die geplante AUA-Übernahme der Lufthansa vertieft prüfen. Der Kommission zufolge seien vor allem auf einigen Strecken zwischen Wien und Deutschland wettbewerbsrechtliche Bedenken aufgekommen. Die Lufthansa habe sich von der Ankündigung überrascht gezeigt. Zumal beide Fluggesellschaften seit Jahren innerhalb der Star-Alliance eng zusammenarbeiten würden. Die Analysten gingen von einer schnellen Entscheidung aus und würden mit der Freigabe unter strengeren Auflagen durch die EU-Kommission bis Ende Juli rechnen.
Viel wichtiger für die Lufthansa sei die Zustimmung der Brüsseler Behörde für die Staatshilfe in Höhe von 500 Mio. Euro. Wäre es zu einer kartellrechtlichen Freigabe bei gleichzeitiger Ablehnung der Staatshilfen gekommen, hätte sich die Übernahme für die Lufthansa weitaus unattraktiver gestaltet. Nach Ansicht der Analysten werde die Übernahme weitgehend im Rahmen der Lufthansa-Erwartungen erfolgen.
Die Analysten von Independent Research bleiben bei ihrer zurückhaltenden Einschätzung und stufen die Deutsche Lufthansa-Aktie weiterhin mit "reduzieren" ein. Das Kursziel werde bei 8,50 Euro gesehen. (Analyse vom 02.07.2009) (02.07.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 02.07.2009