Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten Anlegern bei der Deutsche Post-Aktie (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) das Stopp-Loss-Limit von 14,35 Euro auf 15,05 Euro zu erhöhen.
Der neue Deutsche Post-Chef, Frank Appel, habe es mit dem Erbe nicht leicht, das ihm sein Vorgänger, Klaus Zumwinkel, hinterlassen habe. Am meisten dränge die Sanierung des chronisch-defizitären DHL-Geschäfts in den Vereinigten Staaten. Eigentlich habe Appel Ende August die Lösung bekannt geben wollen: Er beabsichtige die DHL-eigenen US-Zustellkapazitäten drastisch zu senken und die Arbeit von der dortigen Konkurrenz FedEx und UPS mit der Abwicklung zu beauftragen.
Nun werde der Sanierungszeitplan jedoch nochmals um rund zwei Monate verzögert, da sich Frank Appel offensichtlich noch stärker als bisher aus den USA zurückziehen wolle. Sollte ursprünglich lediglich rund ein Drittel der Zustellkapazitäten in den USA reduziert werden, solle es jetzt sogar die Hälfte werden. Die Investoren hätten auf die neuerlichen Verzögerungen verschnupft reagiert: Der Titel habe einen Rückgang von 1,8% auf 16,02 Euro verzeichnet.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen bei der Aktie der Deutschen Post nun das Stopp-Loss-Limit von 14,35 Euro auf 15,05 Euro zu erhöhen. (Ausgabe 137 vom 05.09.2008) (05.09.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 05.09.2008