Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Zafer Rüzgar, Analyst von Independent Research, ändert seine Einschätzung zur Aktie der Deutsche Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) von "kaufen" auf "halten".
Die Analystenprognosen für das dritte Quartal 2012 seien ergebnisseitig infolge einer schwachen Entwicklung im Bereich Brief verfehlt worden. Die Ursache der rückläufigen Ergebnisentwicklung würden die Analysten der spürbar nachlassenden Wachstumsdynamik im Paketgeschäft anlasten. Allerdings hätten sie sich vom Ausmaß der Abschwächung überrascht gezeigt.
Konzernseitig sei der Ausblick für das Gesamtjahr 2012 mit einem EBIT zwischen 2,6 Mrd. EUR und 2,7 Mrd. EUR bestätigt worden, was allerdings insbesondere im Bereich Brief ein starkes Schlussquartal bedinge.
Die Analysten hätten ihre Schätzungen reduziert und dabei die EBIT-Prognose 2012e von 2,68 Mrd. EUR auf 2,63 Mrd. EUR gesenkt. Die EPS-Prognosen seien auf Basis einer niedrigeren Steuerquote angehoben worden. Demnach sollte das EPS 2012e nach 1,31 EUR nun bei 1,33 EUR, das EPS 2013e nach 1,38 EUR nun bei 1,45 EUR liegen. Das Kursziel sei von 18 EUR auf 16 EUR gesenkt worden.
Mit Blick auf die schwächer ausgefallenen Zahlen und in Anbetracht ihrer zunehmenden Skepsis in Bezug auf die Ergebnisentwicklung im Schlussquartal, reduzieren die Analysten von Independent Research ihr Rating für die Deutsche Post-Aktie von "kaufen" auf "halten". (Analyse vom 08.11.2012) (08.11.2012/ac/a/d)