Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" halten die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) nach wie vor für einen Kauf.
Die EU-Kommission verlange von der Deutschen Post die Rückzahlung von Beihilfen von bis zu 1 Mrd. Euro. Die Kommission sei der Meinung, dass die Bundesnetzagentur, welche für die Genehmigung der Preise des Konzerns verantwortlich sei, diese Ausgaben zum Teil nicht korrekt bewertet habe und dem Unternehmen dadurch zu hohe Porti gestattet worden seien. Infolgedessen sei der Deutschen Post ein unakzeptabler Wettbewerbsvorteil entstanden.
Nach Ansicht von Konzernchef Frank Appel sei diese Entscheidung "nicht nachvollziehbar" und man wolle dagegen klagen. Das laufende Geschäft sei durch den möglichen Geldabfluss allerdings nicht in Gefahr. Auch wenn die Liquidität des Unternehmens vorübergehend beeinträchtigt werde, bleibe sie dennoch solide. Die Rückzahlung werde die Ertragslage weder in diesem noch in den nächsten Jahren beeinflussen.
Nach Meinung der Experten von "Der Aktionär" bleibt die Aktie der Deutschen Post wegen der guten Aussichten und der günstigen Bewertung ein Kauf. Das Kursziel sehe man bei 16,00 Euro und ein Stopp sollte bei 8,90 Euro platziert werden. (Ausgabe 06) (02.02.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.