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Deutsche Post kaufen (National-Bank AG)
Mit den heute veröffentlichten Geschäftszahlen für das Jahr 2007 habe die Deutsche Post die Erwartungen insgesamt leicht übertroffen. Der Umsatz habe sich im Jahresvergleich um 4,9% auf 63,512 Mrd. EUR erhöht und habe damit die Konsensprognose von 63,2 Mrd. EUR übertroffen. Ebenso habe das EBIT mit einem Rückgang von 17,3% auf 3,202 Mrd. EUR leicht über der Prognose von 3,167 Mrd. EUR gelegen. Das Minus basiere im Kern auf bekannten Wertberichtigungen des Anlagevermögens im US-Express-Geschäft in Höhe von 594 Mio. EUR, vor Einmaleffekten errechne sich ein Anstieg von 7,6% auf 3,762 Mrd. EUR. Noch im Januar sei konzernseitig die Prognose von 3,7 Mrd. EUR bestätigt worden. Das Ergebnis je Aktie habe mit 1,15 EUR die durchschnittliche Erwartung von 1,12 EUR übertroffen. Die Anhebung der Dividende von 75 auf 90 Cent sei ebenfalls bereits bekannt gewesen.
Die genannten Wertberichtigungen in den USA hätten im Express-Geschäft zu einem Verlust im Gesamtjahr von 174 Mio. EUR geführt. Der Konzern habe bezüglich des defizitären US-Geschäfts eine Lösung in Aussicht gestellt, wobei ein Verkauf aufgrund der strategischen Bedeutung der Region weiter ausgeschlossen werde. Hier sollte Konzernchef Appel spätestens bis zur HV oder dem nächsten Quartalsbericht (jeweils im Mai) konkrete Maßnahmen präsentieren. Der leichte Ergebnisrückgang in der "Cash-Cow" Brief werde konzernseitig auf eine geringere Anzahl an Arbeitstagen sowie Preissenkungen im deutschen Paketgeschäft zurückgeführt. Das laufende Jahr dürfte hier den Erwartungen der Analysten zufolge aufzeigen, dass der Deutschen Post aus der vollständigen Liberalisierung des heimischen Postmarktes nur vergleichsweise geringe Negativeffekte drohen würden. Die Analysten würden vielmehr erwarten, dass der Konzern seine dominante Marktstellung klar behalten werde.
Aus dem Rücktritt Zumwinkels als Post-Chef aus Gründen der beschädigten Reputation würden die Analysten keine Negativeffekte resultieren sehen, da sein Ausscheiden zum Jahresende 2008 ohnehin bereits erwartet worden sei. Nach der Ernennung Frank Appels zum neuen Konzernchef sowie der Tatsache, dass Finanzvorstand John Allen in seiner Position verbleibe, würden die Analysten die Deutsche Post auf Führungsebene gut für künftige Entwicklungen gerüstet sehen.
Bezüglich der Tochtergesellschaft Postbank habe es keine neuen Informationen gegeben. Zuletzt sei in den Medien Anfang Februar intensiver über einen Verkauf spekuliert worden. Langfristig würden die Analysten unverändert von einem vollständigen Rückzug der Post aus dem Bankgeschäft ausgehen, wobei der Zeitpunkt im Wesentlichen von den Zukaufsmöglichkeiten im Kerngeschäft der Post- und Logistikdienstleistungen abhängen dürfte. Die letzte Großübernahme, der britische Logistikkonzern Exel, scheine mittlerweile gut integriert zu sein, so dass die Analysten hier auf Sicht der nächsten Jahre mit weiteren Schritten rechnen würden.
Die Vorgaben für das EBIT vor Einmaleffekten für die Jahre 2008 und 2009 von 4,2 bzw. 4,7 Mrd. EUR seien im Rahmen der Ergebnispräsentation bestätigt worden. Dabei sollten das Briefgeschäft 1,95 Mrd. EUR, die Express-Sparte 500 Mio. EUR, die Logistik 1,05 Mrd. EUR und die Finanzdienstleistungen 1,2 Mrd. EUR zum Ergebnis beitragen. Auf Nettoebene würden 3,2 Mrd. EUR im laufenden und 3,8 Mrd. EUR im kommenden Geschäftsjahr als Gewinn erwartet.
Im Branchenvergleich würden die Analysten unverändert eine deutliche Unterbewertung der Post-Aktie konstatieren, die auf KGV-Basis der Jahre 2008 bis 2010 in einer Größenordnung von etwa 15% bis 20% liege. Gegenüber dem Vorquartal habe aufgrund der relativ besseren Entwicklung der Post-Aktie bereits ein Teil des Bewertungsabschlags abgebaut werden können. Die Analysten würden dies v. a. als Folge der sich sukzessive verringernden Unsicherheitsfaktoren nach der vollständigen Liberalisierung des deutschen Briefmarktes und der Maßnahmen im Expressgeschäft Nordamerika sehen. Sie würden davon ausgehen, dass sich der Bewertungsabschlag weiter abbauen werde und würden ihr Kursziel von 27,50 EUR bestätigen, das einem fairen 2009er KGV von 12,6 entspreche.
Die Zahlen zum Geschäftsjahr 2007 hätten die Erwartungen in der Summe leicht übertreffen können. Bezüglich der Zukunft im Bereich der defizitären US-Express-Sparte sowie der Postbank habe es kaum Neues gegeben. Auch der Ausblick sei unverändert geblieben.
Die Analysten der National-Bank AG bestätigen ihr "kaufen"-Votum für die Deutsche Post-Aktie und das Kursziel von 27,50 EUR. Zukäufe sollten bis zu einem Niveau von 25,50 EUR vorgenommen werden, während die Stopp-Loss-Marke von 18,40 EUR der Risikobegrenzung diene. (Analyse vom 06.03.2008)
(06.03.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 06.03.2008
| 07:59 Uhr | Deutsche Post Downgrade | Deutsche Bank AG | |
| 03.07.2008 | Deutsche Post Selected List | Cheuvreux SA | |
| 02.07.2008 | Deutsche Post strong buy | Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA | |
| 01.07.2008 | Deutsche Post Selected List | Cheuvreux SA | |
| 01.07.2008 | Deutsche Post kaufen | AC Research |
Aktien in diesem Artikel
| Deutsche Post | 16,1 | +2,1% |
| 09.07.08 | BASF hold | |
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| 09.07.08 | Deutsche Post Downgrade | |
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