Essen (www.aktiencheck.de) - Steffen Manske, Analyst der National-Bank AG, bewertet die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) nach wie vor mit dem Rating "kaufen".
Nachdem der Konzern am 25. September bereits weltweite Preiserhöhungen für den Bereich DHL Express zum 1. Januar 2013 von durchschnittlich 5% angekündigt habe, seien nun Details im Briefgeschäft gefolgt. So habe die Regulierungsbehörde erstmal seit 15 Jahren wieder eine Preiserhöhung für Standardbriefe von 0,55 Euro auf 0,58 Euro genehmigt. Die Deutsche Post werde zudem den Preis für den nationalen Maxibrief (bis 1.000 g) von 2,20 Euro auf 2,40 Euro und wenige Preise im internationalen Briefgeschäft erhöhen.
Das insgesamt stabile Briefgeschäft habe in der jüngsten Vergangenheit vom hier zugeordneten Paketversand aufgrund des boomenden Internethandels profitiert. Im weltweiten Expressgeschäft habe die Deutsche Post zuletzt über steigende Sendungsvolumina berichtet. Mittelfristig dürfte das Unternehmen weiter am wachsenden Welthandel partizipieren, wozu die starke Marktposition in Asien (Umsatzanteil 2001: 19%, u. a. Nr.1 bei Luft- und Nr.2 bei Seefracht) beitragen sollte.
Entsprechend dürften sich die Geschäftsschwerpunkte noch stärker in Richtung Logistik (EBIT-Anteil 2011: 60%) verschieben. Anfang August sei das Ziel eines operativen Gewinns (EBIT) von 2,5 bis 2,6 Mrd. Euro auf 2,6 bis 2,7 Mrd. Euro trotz Sondereffekten angehoben worden. Die aktuelle Preisoffensive dürfte sich zusätzlich positiv auf die Ergebnisentwicklung im kommenden Jahr auswirken. Mit entsprechend guten Aussichten würden die Analysten die Deutsche Post-Aktie mit einem KGV 2013 von 11,2 und einer Dividendenrendite von 5,1% im aktuellen Niedrigzinsumfeld als attraktiv bewertet erachten.
Die Analysten der National-Bank AG bestätigen ihr "kaufen"-Votum und erhöhen ihr Kursziel moderat von 16,50 Euro auf 17,00 Euro für die Deutsche Post-Aktie. (Analyse vom 02.10.2012) (02.10.2012/ac/a/d)
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