Zürich (www.aktiencheck.de) - Dominic Edridge, Analyst der UBS, stuft die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) von "buy" auf "neutral" zurück.
Angesichts von Schwächeanzeichen beim Wirtschaftszyklus sei die Geschäftsentwicklung in der Express-Sparte im zweiten Quartal eindrucksvoll gewesen. Ungeachtet der Erwartung einer anhaltenden Outperformance müsse aber damit gerechnet werden, dass sich das Wachstum eintrüben könnte. Auch im Briefgeschäft könnte es zu einem zunehmenden Druck kommen, der stärker ausfallen könnte, als es der Markt annehme.
Das Management mache einen sehr guten Job. Zuerst seien Altlasten aussortiert und dann eine Optimierung des Geschäfts angegangen worden. Eine vom Markt oftmals diskutierte Änderung der aktuellen Konzernstruktur sei unwahrscheinlich. Die einzige Sorge gelte der Cash flow-Generierung. Obwohl es sehr gute Gründe für eine höhere Nettoverschuldung gebe, sei der Anstieg dennoch unerwartet gekommen. Im zweiten Halbjahr dürfte ein positiver Cash flow erzielt werden, dieser sei aber wohl nicht ausreichend, um wieder einen Netto-Cash zu erreichen. 2013 sollte aber besser werden.
Die EPS-Schätzung für 2013 sei wegen der Bedenken um ein geringeres Express-Wachstum von 1,43 auf 1,38 EUR gekürzt worden. Das SOTP-basierte Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten bleibe bei 16,00 EUR.
Das Votum der Analysten der UBS für die Deutsche Post-Aktie lautet nunmehr "neutral". (Analyse vom 17.08.12) (17.08.2012/ac/a/d)
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