New York (aktiencheck.de AG) - Menno Sanderse, Analyst von Morgan Stanley, stuft die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) von "equal-weight" auf "overweight" hoch und erhöht das Kursziel von 24 auf 30 EUR.
Die Deutsche Post habe erkannt, dass die Probleme in der US-Sparte struktureller Natur seien und erwäge zur Lösung alle Alternativen. Ein Aktienkurs, der sich in der Nähe des Emissionskurses von 21 EUR bewege, löse beim Management eine neue Dringlichkeit aus. Es gebe gewisse Parallelen zu Daimler. Dort sei die Reaktion der Investoren nach der Trennung von der US-Tochter Chrysler äußerst positiv ausgefallen.
Eine schnelle und radikale Lösung bei DHL Express US sei der Schlüssel, damit das Unternehmen sein Ziel eines Ergebnisses vor Zinsen und Steuern im Express-Geschäft von 0,9 bis 1,1 Mrd. EUR bis 2009 erreichen könne. Positiv zu bewerten sei zudem das inzwischen günstigere regulatorische Umfeld hinsichtlich des Briefgeschäfts. Diese Sparte trage immerhin 50% zum EBIT der Post-Gruppe bei.
Abgesehen davon böte ein Verkauf der Postbank weiteres Potenzial. Die Post werde vermutlich ihr Niederlassungsnetz deutlich ausdünnen, Leistungen an Subunternehmen vergeben und sich auf das internationale Geschäft konzentrieren.
Vor diesem Hintergrund lautet die Einschätzung der Analysten von Morgan Stanley für die Aktie der Deutschen Post nunmehr "overweight". (Analyse vom 08.01.08) (08.01.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 08.01.2008