Hamburg (aktiencheck.de AG) - Ingo Schmidt, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die Deutsche Post-Aktie (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) unverändert mit "verkaufen" ein.
Die World Net AG (DPWN) zähle zu den weltweit größten Postdienstleistungs- und Logistikunternehmen. Der Konzern sei in die vier Bereiche Brief, Express, Logistik und Finanzdienstleistungen gegliedert. Sowohl umsatz- als auch ertragsseitig sei die Briefsparte der bedeutendste Unternehmensbereich. Zukünftig sollten insbesondere die Sparten Logistik und Express ausgebaut werden. In den vergangenen Jahren habe sich die Post durch Akquisitionen und Beteiligungen konsequent international ausgerichtet (u. a. Übernahme des Schweizer Logistik-Konzerns Danzas und Beteiligung am Expressdienstleister DHL). Der Bereich Finanzdienstleistungen umfasse die Aktivitäten der Postbank mit den Marken Postbank und BHW.
Mit den schwachen Ergebnissen im ersten Quartal wachse die Wahrscheinlichkeit einer anstehenden Korrektur der Jahresziele. Nach den Gewinnwarnungen und pessimistischen Ausblicken von FedEx und UPS rücke eine Erholung im US-Expressgeschäft in weite Ferne. Darüber hinaus erscheine auch der geplante Gewinnanstieg für die Postbank vor dem Hintergrund der anhaltenden Schwierigkeiten im Finanzsektor mehr als ambitioniert. So verwundere es etwas, dass die Ziele nicht schon im Zuge der Quartalsberichterstattung korrigiert worden seien.
Die Analysten der Hamburger Sparkasse empfehlen die Deutsche Post-Aktie weiterhin zu verkaufen. (Analyse vom 21.05.2008) (21.05.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 21.05.2008