Hamburg (aktiencheck.de AG) - Ingo Schmidt, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) unverändert mit "verkaufen" ein.
Die Deutsche Post DHL zähle zu den weltweit größten Postdienstleistungs- und Logistikunternehmen. Der Konzern sei in die vier Bereiche Brief, Express, Forwarding/Freight und Supply Chain gegliedert. Ertragsseitig sei die Briefsparte der mit Abstand bedeutendste Unternehmensbereich. Zukünftig solle insbesondere der Logistikbereich ausgebaut werden.
In den vergangenen Jahren habe sich die Post durch Akquisitionen und Beteiligungen konsequent auf die Bereiche Brief und Logistik ausgerichtet (u.a. Übernahme des Schweizer Logistik-Konzerns Danzas und Beteiligung am Expressdienstleister DHL) und sich gleichzeitig weitgehend von den Bankaktivitäten getrennt.
Angesichts des hohen Europaanteils am Gesamtgeschäft und der strukturellen Probleme im Segment Brief bleibe die Ergebnisdynamik weiterhin deutlich hinter der von Wettbewerbern zurück. Zudem würden die Bewertungskennzahlen (mehr als doppelter Buchwert, KGV mehr als 20) auf eine deutliche Überbewertung hindeuten - selbst wenn der hohe Goodwillanteil an der Bilanz (Stand: 30. September 2010: 11,8 Mrd. EUR ggü. einem Eigenkapital von 10,2 Mrd. EUR) vernachlässigt werde.
Die Analysten der Hamburger Sparkasse bekräftigen ihre "verkaufen"-Empfehlung für die Aktie der Deutschen Post. (Analyse vom 11.11.2010) (11.11.2010/ac/a/d)