Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Hamburger Sparkasse, Ingo Schmidt, stuft die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) weiterhin mit "verkaufen" ein.
Die Deutsche Post DHL zähle zu den weltweit größten Postdienstleistungs- und Logistikunternehmen. Der Konzern sei in die vier Bereiche Brief, Express, Forwarding/Freight und Supply Chain gegliedert. Ertragsseitig habe der Bereich DHL die Briefsparte als wichtigstes Segment in 2010 abgelöst. Zukünftig solle der Logistikbereich weiter ausgebaut werden. In den vergangenen Jahren habe sich die Post durch Akquisitionen und Beteiligungen konsequent auf die Bereiche Brief und Logistik ausgerichtet (u.a. Übernahme des Schweizer Logistik-Konzerns Danzas und Beteiligung am Expressdienstleister DHL) und sich gleichzeitig weitgehend von den Bankaktivitäten getrennt. Die Bilanz sei gekennzeichnet durch einen außergewöhnlich hohen Goodwill.
Während das Briefgeschäft weiter schrumpfe, würden die Logistiksparten vom anhaltenden konjunkturellen Aufschwung profitieren. Dies erscheine den Analysten im derzeitigen Kursniveau ausreichend eskomptiert.
Die hohen bilanziellen Risiken (Goodwill: 11,85 Mrd. EUR) erachten die Analysten der Hamburger Sparkasse hingegen weiterhin nicht ausreichend berücksichtigt, so dass sie das "verkaufen"-Votum für die Aktie der Deutschen Post bekräftigen. (Analyse vom 14.03.2011) (14.03.2011/ac/a/d)